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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
25
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1. Immer yußte ich ich hätte as sagen!) ht, etwas so mäch-

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Zur Probe ließ ich einige Male meinen linken Strumpf runterrutschen, bückte mich ärgerlich und

"harmlos und zog ihn wieder hoch. Niemand fand etwas dabei. Also, morgen denn!

Ihr müßt mich nicht auslachen, wenn ich sage, daß ich am nächsten Tag mit Herzklopfen den Hof betrat und feuchte, erregte Hände hatte. Es war auch zu unwahrscheinlich, die Aussicht, nach mo- natelanger Einsamkeit und Liebelosigkeit uner-

"wartet eine Geliebte in der Zelle zu haben.

Wir hatten unsere tägliche Ration Runden mit

monotonem Pantoffelgeklöppel fast beendet- bei

der vorletzten Runide sollte es geschehen. Da trat die Perücke in Aktion, und zwar auf die abgefeim- teste und niederträchtigste Weise.

Wir waren eben in die vorletzte Runde ein- gebogen, die Blauen, rasselven wichtig mit den Riesenschlüsselbunden und ich näherte mich dem

Tatort, von wo meine Blume, mir ängstlich ent-

gegen sah. Vielleicht war ich nie so erregt wie in diesen Sekunden. Noch zwanzig Schritte. Noch fünfzehn Schritte, noch zehn, fünf...

Da geschah das Ungeheure! Die Perücke warf plötzlich, als begänne sie eine Tarantella, die dün- nen Arme in die Luft, hob das rechte Bein graziös bis an den Nabel und machte auf.dem linken Fuß eine Drehung nach hinten. Nie werde ich begreifen, wo sie den Mut hernahm- sie blitzte mich tnium- phierend an, als wüßte sie alles, verdrehte die

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