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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
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. für eine halbe Stunde froher- als sonst. Wenn die

eine lange Reihe und in einen Hof mit grünem Gras in der Mitte und grauen Mauern ringsum./ Da explodierte ein Bellen um uns und auf uns zu - ein heiseres Bellen von blauen Hunden mit-

Bewegung und waren selbst dauernd in Bewegung

und bellten uns voll Angst. Aber wenn man genug

Angst in sich hatte und ruhiger wurde, erkannte

man, daß es Menschen waren in blauen, blassen Uniformen.

Man lief im Kreise. Wenn das Auge das erste erschütternde Wiedersehen mit dem Himmel über-

wunden und sich wieder an die Sonne gewöhnt. hatte, konnte man blinzelnd erkennen, daß viele

so zusammenhanglostrotteten und tief atmeten wie v man selbst- siebzig, achtzig Mann vielleicht.

Und immer im Kreis- im Rhythmus ihrer Holz- pantoffeln, unbeholfen, eingeschüchtert und doch

blauen Uniformen mit dem Bellen im Gesicht nicht gewesen wären, hätte man bis in die Ewigkeit so- trotten können- ohne Vergangenheit, ohne Zu- kunft: Ganz genießende Gegenwart: Atmen, Se- hen, Gehen!

So war es zuerst. Fast ein Fest, ein kleines Glück. Aber auf die Dauer- wenn man monatelang kampflos genießt- beginnt man abzuschweifen. Das kleine Glück genügt nicht mehr- man hat es satt, und die trüben Tropfen dieser Welt, der

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