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Die Hundeblume : Erzählungen aus unseren Tagen / Wolfgang Borchert
Entstehung
Seite
12
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lassen wirst, wenn du mit dir allein gelassen bist, dir selbst ausgeliefert bist? Ich kann nicht sagen,

daß es unbedingt furchtbar ist, aber es ist eines der

tollsten Abenteuer, die wir auf dieser Welt haben können: Sich selbst zu begegnen. So begegnen wie hier in. der Zelle 432: nackt, hilflos, konzentriert auf nichts als auf sich selbst, ohne Attribut und Ablenkung und ohne die Möglichkeit einer Tat. Und das ist das Entwürdigendste: Ganz ohne die Möglichkeit zu einer Tat zu sein. Keine Flasche zum Trinken oder zum Zerschmettern zu haben, kein Handtuch zum Aufhängen, kein Messer zum Ausbrechen oder zum Aderndurchschneiden, keine Feder zum Schreiben- nichts zu haben- als sich selbst.

Das ist verdammt wenig in einem leeren Raum

mit vier nackten Wänden. Das ist weniger, als die Spinne hat, die sich ein Gerüst aus dem Hintern drängt und ihr Leben daran riskieren kann, zwi- schen Absturz und Auffangen wagen kann. Wel- cher Faden fängt uns auf, wenn wir abstürzen? Unsere eigene Kraft? Fängt ein Gott uns auf? Gott - ıst das die Kraft, die einen Baum wachsen und einen Vogel fliegen läßt- ist Gott das Leben? Dann fängter uns wohl manchmal auf- wenn wir wollen. Als die Sonne ihre Finger von dem Fenstergitter nahm und die Nacht aus den Ecken kroch, trat etwas aus dem Dunkel auf mich zu-und ich dachte, es wäre Gott. Hatte jemand die Tür geöffnet? War

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