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Erlebnisse und Bekenntnisse : ein Kapitel Lebenserinnerungen des früheren Herausgebers der Zeitschrift "Das Neue Reich" und "Schönere Zukunft" / Joseph Eberle
Entstehung
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gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt; und nun ist kein Stücklein seiner Erde mehr frei.

Aber die Bibel ist zugleich ein großer Trost und ein starker Anwalt für ein zur Buße und Sühne entschlossenes deutsches Volk. Die neutestamentliche Parabel vom ver- lorenen Sohn, der reumütig zur alten Heimat und Geistig- keit zurückkehrt und nun vom Vater mit überreicher Liebe aufgenommen wird, läßt auch das deutsche Volk hoffen. Die neutestamentliche Parabel vom barmherzigen Sama- itan verpflichtet die Welt zu Caritashilfen auch gegen- über dem aus tausend Wunden blutenden deutschen Volk, selbst wenn schwere Verirrungen hinter ihm liegen. Der ewige Kampf Christi gegen den Pharisäismus wehrt auch ein pharisäisches d. h. voreingenommenes, undifferenzier- tes, d. h. nicht unterscheidendes Kritisieren und über- strenges Menschenrichten gegenüber dem deutschen Volk ab. Wie weit verbreitet ist heute dieser Pharisäis- mus! Da gibt es unter den eigenen Volksgenossen alte Politiker und Geistliche, die nicht genug. Überraschung und Entsetzen über den Durchbruch des Nationalsozialis- mus äußern können, obwohl ihre unzulängliche Politik und ihre unzulängliche Predigt mit schuld am Empor-° kommen desselben sind. Da gibt es Leute, die in den ver- gangenen Jahren ungeschoren ihre Industrie- und Han- delsgeschäfte fortführen konnten oder aus der Verpach- tung ihrer Geschäfte an Nationalsozialisten sogar beson- dere Gewinne erzielten, und jetzt sind sie plötzlich über- scharfe Ankläger von Lehrern und Beamten, die sich gestern nicht als Nazis benahmen, nur als solche tarnten, bloß um nicht mit Weib und Kind auf die Straße geworfen zu werden. Manche heimgekehrte Emigranten und K.Z.- Häftlinge werden den Zorn über ihr Schicksal nicht los, aber ihre berechtigte Forderung der Bestrafung des Un- rechts trifft allzu unterschiedslos nicht nur die aufrichtigen Anhänger, die Aktivisten und Terroristen der Hitlerbewe- gung, sondern auch die harmlosen, irregeführten Muß- Mitläufer und vor allem auch jene, die der Bewegung nur beitraten, um sie im Sinne der Vernunft zu beeinflussen, meinend, daß nur wer auf dem Kutschbock mitfahre, mit-

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