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Erlebnisse und Bekenntnisse : ein Kapitel Lebenserinnerungen des früheren Herausgebers der Zeitschrift "Das Neue Reich" und "Schönere Zukunft" / Joseph Eberle
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Selbstbeherrschung gegenüber stellt; der den Beispielen der Verweichlichung, des schrankenlosen Sichgehen- lassens, der Sättigung jedes Gelüstes der Nerven, die Nachfolge der Abtötungen eines Bernhard, eines Thomas von Aquin, eines Franz von Assisi gegenüberstellt! Der die Ehe für den Weitergang der irdischen Menschheit und ihre normale Erziehung absolut bejaht und segnet, aber für die Arbeit im geistlichen Reich Gottes die Geistig- keit, die Unbeschwertheit mit Familiensorgen, die Nach- ahmung der Jungfräulichkeit Christi für das Angemessene erachtet und der nun eben dank seiner Jungfräulichkeit, dank des Vorwegnehmens der jenseitigen Engelhaftigkeit, doch besonderen Adel hat, etwas Aufrüttelndes und Emporreißendes, vor dem sich selbst der Leichtfertige beugt! Kennen Sie nicht die Verbeugung des Spötters Heine vor der Unschuld, vor der wiedererrungenen Lauterkeit?Du bist wie eine Blume, so hold und schön und rein; ich schau dich an und Wehmut schleicht mir ins Herz hinein. Mir ist, als ob ich die Hände aufs Haupt dir legen sollt betend, daß Gott dich erhalte, so schön und rein und hold!

Einmal kam die Rede auf Engel und Teufel. Als ich meinen festen Glauben daran bekannte, meinte ein weitgereister Kaufmann, fast starr vor Verblüffung:Was, solchen Aberglauben gibt es noch im zwanzigsten Jahrhundert? Da kennen wir die Naturgesetze, da haben wir den Rund- funk und das elektrische Licht, und nun gibt es noch Iienschen, die an Geister glauben? Einfach unfaßbar! Warum wurden Sie nicht im Mittelalter geboren? Ich antwortete:Nicht wahr, wenn Sie Rheuma haben oder an der Lunge erkrankt sind, gehen Sie zu einem Mediziner von Ruf, nicht zu einem Kurpfuscher. Wenn Sie in einen Rechtsstreit verwickelt sind, übergeben Sie Ihren Fall nicht einem Schusterbuben, sondern einem anerkannten Rechtsanwalt. Warum halten Sie es bezüglich philoso- phisch-theologischer Dinge anders? Warum mißachten

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