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Erlebnisse und Bekenntnisse : ein Kapitel Lebenserinnerungen des früheren Herausgebers der Zeitschrift "Das Neue Reich" und "Schönere Zukunft" / Joseph Eberle
Entstehung
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schaltet zu werden. Wozu die Großmächte der WeltalleHilfsmittelder Weltbenötigten nämlich zur Niederringung Hitlers wie hätte das bloßen Bannsprüchen waffenloser BischöfeundChristenkonfessionen, hinter denen praktisch nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung stand, gelingen können? Revolutionärer Auf- stand, der allgemeinen Selbstmord bedeutet hätte, kann nicht im Willen Gottes liegen, der ein Gott der Lebenden und nicht der Toten ist.

Etwas anderes als politischer Aufstand ist freilich der geistige Widerstand, das unbedingte Festhalten und Verteidigen der höheren christlichen Werte gegenüber vordrin- gendem Unchristentum. An diesem Widerstand, an dieser Verteidigung haben es die H. H. Bischöfe wahrhaftig nicht fehlen lassen. Hier gab es kein Zurück- halten, kein Zurückweichen, keine Zugeständnisse. BeıaDogma wurde im Bereich der Kirche verraten; nachhaltigst wurde das Christentum weitergepredigt; stets die geistig-moralische Gleichschaltung ab- gelehnt. In dieser Hinsicht standen die Bischöfe wie Felsen; in dieser Hinsicht blieben sie weithin strahlende Leucht- türme. In dieser Hinsicht, als Prediger des Entscheidend- Religiösen, waren sie doch Kämpfer größten Stils. Auf dieser höheren, geistig-moralischen Ebene, d. h. als prak- tische Prediger von Gott und Christus und Erlösung, als praktische Neinsager zur Menschen- und Rassenver- götzung, zum Naturalismus, zur Sündenleugnung, zum Macchiavellismus, zur Gewaltsamkeit und Brutalität, waren sie doch Widerstandsmänner großten Stils, Vorbe- reiter einer besseren Zukunft. In dieser Hinsicht haben speziell Bischöfe wie Kardinal Faulhaber, Graf von Galen, Sproll, Bornewasser u. a. vermöge der besonderen Offen- heit und Nachdrücklichkeit ihres Sprechens wahrhaftes Heldentum bewährt. Es war das zeitweise nicht so sicht- bar. Der Rundfunk und oft auch die Zeitung war ja für

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