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Erlebnisse und Bekenntnisse : ein Kapitel Lebenserinnerungen des früheren Herausgebers der Zeitschrift "Das Neue Reich" und "Schönere Zukunft" / Joseph Eberle
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Aufruhr auf. Warum wohl nicht? Weil er offenkundig alles von einer Sanierung der Seelen, nichts aber von äußeren Protesten und Polemiken erwartet.

In der Apostelgeschichte, in den Apostelbriefen ist die Respektierung der gegebenen Obrigkeit, obwohl sie eine korrupte, heidnische war, so hervorstechend, daß der Ton der Ergebung, der Fügsamkeit, des Gehorsams geradezu auffällt.Unterwerft euch um des Herrn willen jeder menschlichen Ordnung, sei es dem König, sei es den Statthaltern!(1. Petr. 2, 13 f.)Ihr Sklaven seid in aller Ehrfurcht euren Herren untertan, nicht allein den gütigen und milden, sondern auch den mürrischen!(1. Petr. 2,18.) Zweifellos ist die starke Minderheitsstellung der Christen, die doch nicht erwarten konnten, daß der Staat nach ihrer Geistigkeit geformt sei, für ihre Gehorsamshaltung be- stimmend. Aber daneben offenkundig noch etwas anderes: der bewußte Gegensatz zu den Vertretern der politischen Messiasidee mit der Neigung zu Revolutionen; die Er- kenntnis, daß in jedem Staat und jeder Staatsordnung noch irgend etwas Naturrechtlich-Sittliches wirksam ist, unddaßgewaltsame Änderungen ohnedie Gefahr größerer Übel selten möglich sind; die Überzeugung, daß wahrhafte Refor- men nur auf geistigem Weg, aus morali- schen Umwandlungen, herbeigeführt wer- den; endlich die Überzeugung, daß Verfolgungen bzw. das Ertragen von solchen große positive Werte sub specie aeternitatis birgt und deshalb nicht um jeden Preis zu fliehen ist.Laßt euch nicht befremden wegen der Feuers- glut, die zur Prüfung über euch gekommen ist. Damit trifft euch nicht Befremdendes. Freut euch vielmehr, weil ihr dadurch an Christi Leiden teilnehmt. Keiner von euch soll alsMörder...oder Aufrührer zu leiden haben. Hat aber einer zu leiden, weil er ein Christ ist, so schäme er sich dessen nicht, sondern preise Gott um dieses Namens willen!(1. Petr. A, 12ff.)Wenn ihr bei gutem Verhalten leiden müßt, so ist das Gott wohlgefällig. Auch Christus hat ja für euch gelitten und so euch ein Beispiel hinterlassen, damit ihr in seine Fußstapfen tretet.'(Ebd.)

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