Druckschrift 
Erlebnisse und Bekenntnisse : ein Kapitel Lebenserinnerungen des früheren Herausgebers der Zeitschrift "Das Neue Reich" und "Schönere Zukunft" / Joseph Eberle
Entstehung
Seite
19
Einzelbild herunterladen

ın in ‚auf dere Volk

ngen issen 2äßig reich ibge- der- ubnis jalis- ıchen rung nfor- doch eiter. der bt es regen ilber, ische rung? sten. vel- nden, sicht- dert. hin- ation Ubri- nheit Aus noch achte trieb Und ören?

Da begab man sich doch in die Hand von Dienstmädchen, Nachbarparteien, die mit der Drohung von Anzeige Er- pressungen verüben konnten, und die dazu oftmals um so eher geneigt waren, als sie für Anzeigen von der Nazi- Behörde belohnt wurden. Man blieb also im Dunkel. Es gibt ja auch andere Länder, vor denen eiserne Vorhänge niedergelassen sind, und bezüglich derer die letzten Wirk-

lichkeiten nicht nur für das Ausland, sondern auch für den

größten Teil der Inlandsbevölkerung nicht zu erfahren sind.

Probleme, die für die Presse entstanden

Je mehr der Nationalsozialismus seine Eigenarten ent- wickelte, je mehr das Unchristliche und Antikirchliche in den Parteikreisen um sich griff, um so schwieriger ge- staltete sich christliche Publizistik unter ihm. Im Anfang noch einigermaßen frei, wurde sie mit der Zeit mehr und mehr beengt, am Reden über bestimmte Gegenstände ver- hindert, zum Reden über anderes gezwungen, oftmals mit behördlichen Verwarnungen und Bedrohungen bedacht, von der Beschlagnahme einzelner Ausgaben heimgesucht, zuguterletzt zeitweise, und dann ganz verboten. Während der ersten Jahre wurden vor allem die Tageszeitungen gepackt. Später ging es auch an die Zeitschriften. Was war angesichts und im Verlauf solcher Entwicklungen zu machen? Einer Entwicklung, die freilich nicht im vor- hinein abzusehen war, die das behaupten, lügen!, vielmehr verschiedene Möglichkeiten offen ließ!

Manche sind rasch fertig mit der Antwort: Die Menschen- würde verlange, in einem solchen Fall grundsätzlich auf Pressearbeit zu verzichten. Man solle der christlichen Sache nicht dienen, wenn man ihr nicht hundertprozentig dienen könne, So wurde auch mir mitunter geraten so- lange noch ein selbständiges Österreich bestand: Ziehen Sie Ihre Zeitschrift aus Deutschland zurück und legen Sie in Osterreich umso mehr los!(Aber in Österreich wurde die Kritik gegen Nazideutschland schon früh weit- gehend unterbunden, um dem großen schon immer drohen-

2* 19

il j

ee ee

ee TEE EEE Tr