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Erlebnisse und Bekenntnisse : ein Kapitel Lebenserinnerungen des früheren Herausgebers der Zeitschrift "Das Neue Reich" und "Schönere Zukunft" / Joseph Eberle
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der Familie, wenn gesetzlich die Ehescheidung erleichtert, wenn die Ehe selbst von führenden Parteimännern auf die Ebene einer bloßen Zuchtanstalt herabgedrückt, wenn von ihnen kaum mehr ein Unterschied zwischen verheirateten und ledigen Müttern gemacht wird, wenn nur mehr die Zahl und körperliche Kraft, nicht mehr die seelische Art der Kinder gilt; wenn das Ziel nur mehr ist, Menschen für die Kasernen, Fabriken und chemischen Laboratorien zu zeugen, nicht mehr Menschen für Gott; wenn die Kinder nicht mehr als Eigentum und Fürsorgegegenstand der Eltern, sondern als solche des Staates gelten; wenn end- lich die Elternteile und die Kinder durch befohlenen Arbeitseinsatz bald hierhin, bald dorthin geschickt und so auseinandergerissen werden.

An die Stelle des Klassenkampfes bzw. übersteigerter Weltbürgerei eine nationale Volksgemeinschaft setzen, Unternehmer und Arbeiter in gemeinsamen Berufsgruppen zur Arbeit für die Heimat zusammenfassen, ist eine heIT- liche Idee. Aber diese Volksgemeinschaft wird doch schon in dem Augenblick wieder aufgelöst, wo ein Staat im Staat begründet, wo die Partei des Führers mit wachsen- den Rechts- und Steuerprivilegien ausgestattet wird; wo der Zugang zu höheren Schulen und der Aufstieg in Ämtern zuletzt nicht von Talent, Verdienst und Tüchtig- keit, sondern von der Parteizugehörigkeit abhängig ge- macht wird. Gemeinschaft wird auch nicht durch Be- seitigung aller natürlichen Standesunterschiede: durch Gleichsetzung von Grafen mit Köchinnen, von Professoren mit Bäckerlehrlingen und nicht durch Vermischung und Verschmierung aller Stammes- und Provinzeigentüm- lichkeiten und Durcheinanderwürfeln von Nord und Süd, Ost und West herbeigeführt, sondern durch Anerkennung der natürlichen Gliederungen und naturgewachsenen Landschaftscharaktere. Gemeinschaft wird nicht durch Zwang und Diktat, sondern durch organisches Wachsen- lassen gefördert. Wo aber organisches Wachstum, dort Ständegliederung und Stämme-Föderalismus.

Es ist ein schöner Gedanke, die heimische Wirtschaft vor allem auf Arbeit für das eigene Volk zu verpflichten. Aber

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