27.1.44 Mensch unter Menschen
„Normal“ zu sein gilt mir wie eine Schande!
Als Mensch„genormt“- der Ekel kommt mich an! Mit eignem Namen mich der Schöpfer nannte, da Er mich rief auf meines Lebens Bahn.
Nicht eine Zahl, ein Glied der großen Herde, ein Eigenmensch mit eigenem Gesetz,
so ziemt’s dem köstlichsten Geschöpf der Erde! So schuf Er einmal mich, so blieb’ ich stets. Es scheint,&s muß ja wohl auch Masse geben; nicht jeder bracht’ ins Leben ein Gesicht!
In Rudeln weiden, nennt man auch ein..Leben‘“; wem’s so gefällt!- ich neid’ es ihnen nicht.
Natur ist witzig! So hat sie erfunden
als Gegenstück dazu den Sonderling,
den Dreimalweisen, der zu allen Stunden
den Sonderpfad, den Weg der- Krebse ging. Die Geistesenge nennt er heute Tugend
und Adelsvorrecht seine Unnatur;
er lächelt über Lebenslust und Jugend-
er folgt, der Philosoph, der Schemen Spur.
Er weiß sich täglich neuen Kranz zu winden
für seines engen Zirkels Theorie-
man lacht darob: der Zopf, der hängt ihm hinten,
der arme Kreiseltänzer merkt’s nur nie!
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