:ndsten haft in Venedig wurde er mit seinen Freunden n Frie- und Bekannten zum Tode verurteilt und dann zu Iso die- zehnjähriger Zuchthausstrafe begnadigt. Zunächst ernunft ging es nach Rapallo, dann in’ die berüchtigten iemont Bleikammern Venedigs und schließlich in die Hölle terreich auf dem Brünner Spielberg, zehn volle Jahre uge-un- lang. Was ein so sensibler Mann, der die romanti- giment, sche Tragödie der„Francesca da Rimini“ geschrie- -— die ben hatte, da gelitten hat, kann man nur ahnen. Lebens, Das Erschütterndste berichtet er selber nicht, son- ıde da- dern berichtet ohne Pathos und ohne Appell an ditalien die Sentimentalität, ganz schlicht und fast nüch- man tern viel mehr Gutes und Erhebendes, als das ‚en, ge Üble, wirkt aber darum desto stärker und ein- ‚rungen dringlicher.
150 2 ‚Er klagt niemand an, weder den Kaiser, noch die ırender österreichische Regierung, weder die Direktoren r und noch die Wachmannschaften der Gefängnisse. Die nd ver- endlosen Verhöre und Verhandlungen werden mit hienen. einem Lächeln übergangen:„Diesen Tag und den or, War folgenden stellte man ein längeres Verhör mit mir es„o® an(und später folgten noch viele). Aber davon jemente schweige ich. Ich verhalte mich der Politik gegen- ıch der über wie ein Verliebter, der von seiner Schönen n unter schlecht behandelt wird und deshalb zu dem Ent- gefähr- schluß gekommen ist, sich von ihr zurückzuziehen. ıb zwar Ich lasse sie auf sich beruhen und rede von an- hen pe'\. dem Dingen.“ Und das, obwohl sich später seine erdacht| völlige Unschuld erwiesen hat! Auch keine Bitter- Regime keit oder gar Racheinstinkte sind zwischen den ‚hung| Zeilen zu spüren. Er ist mit seinem Geschick in-
47


