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Gefangenschaftsbriefe / Dr. Max Josef Metzger (Bruder Paulus) ; eingeleitet und herausgegeben von Dr. Matthias Laros
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Der Bürger ist geneigt, die Prügelszenen und drol- ligen Situationen im Don Quixote als humoristisch anzusprechen. Dem ist nicht so. Dies ist lediglich Komik, und Komik ist nur ein Hilfsmittel der Darstellung des Humors. Komik geht auf den Ef- fekt, aber Humor auf das Motiv. Humor ist See- lenverfassung, Weltanschauung. Worauf es an- kommt, ist dies: Wie war der Don Quixote als hu- moristische Gestalt möglich? Die Antwort liegt in der Weltanschauung seines Dichters. Der ihn schuf, war ein Sieger, ein Sieger trotz der Krüppelhaf-

. tigkeit, troß der Armut, troß der Enttäuschung;

ein Sieger noch in carcere et vinculis. 4.

Ganz einzigartig in der gesamten Gefangenenlite- ratur sind Silvio Pellicos‚Le mie prigioni(meine Kerkerhaft), nicht durch die Grauen der Peini- gungen und Entbehrungen, die er zu erdulden hatte- der politische Teufel ist in allen Ländern und Zeiten derselbe und wird nur durch den anti- religiösen an Grausamkeit übertroffen-, sondern durch das Gute, Erhebende, das darin erzählt wird, vor allem durch die innere Freiheit, in die der Verfasser durch alles Leid hineingewachsen ist. Er war Piemontese(geb. 1789 in Saluzzo, gest. 1854 in Turin) voll leidenschaftlicher Begeisterung für die Freiheit seines Vaterlandes. Der Wiener Kongreß unseligen Angedenkens, der nach einem langen europäischen Krieg gegen einen Usurpator Frieden schließen sollte, aber durch den kurzsich- tigen Egoismus der Fürsten nur mit Fehlschlüssen

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