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DER NEUBAUER
Verlassen mußt ich meines Vaters Hof. Der Vater starb. Mein junges Weib gebar das dritte Kind. So zogen wir davon.
Die Flüchtlingsstraße lang und steinig war.
Die letzten Winterwinde fauchten um den Wagen, die Pferde wurden taumelnd dürre Mähren.
Aus dem Gerümpel hört’ mein Weib ich klagen, als müßte es das vierte Kind gebären.
Nein, da war keine Hoffnung mehr in mir. Der Kinder Augen fragten bang warum? Nun schlag ich dennoch wieder Wurzeln, hier im neuen Land; die erste Furche ziehe
ich nun in neuen Lebens kühler Frühe.
Die Sonne steigt... Mein Glück, du machstmich stumm!


