HERBSELEND
Nun schlägt die dumpfe Glocke an. Rauch steigt aus leeren Feldern.
Ein früher Abend weht heran
aus Städten und aus Wäldern.
Die Luft ist feucht; durchs Wiesental ziehn graue Nebelschwaden.
Die Schollen liegen kahl und fahl,
— doch offen neuen Saaten.
Zerfahren ist der Weg durchs Feld, feucht sind der Räder Spuren, Sprühregen weht und schwebt und fällt in tieferschöpfte Fluren.
Wie mahnend hallt da Schritt und Schritt, — erdgründig Glockenläuten..
Es zieht der Herbst, wir ziehen mit; grabwärts ziehn alle Freuden.
Und frißt er uns, der Gittertod, — aus Sterben und Vergehen loht ewig uns ein Morgenrot und Wiederauferstehen!


