tungen in Bezug auf die im Magen durch Verbindung von Gäh- rungspilzen mit der Nahrung hervorgebrachten Gasbildungen ge- macht. Diese in der„Deutschen Medizinischen Wochenschrift“ No. 8. 1886 veröffentlichte Arbeit ist uns mit ihrer graphischen Darstellung freundlichst zur Verfügung gestellt(s. S. 12). Die Tabelle ist zum Beispiel von grofser Bedeutung für Magenleidende, welche ihre Mahlzeiten danach einrichten können. Als Speisen, welche in der Tabelle keine Berücksichtigung gefunden haben und bei denen eine sehr ausgeprägte Gasbildung stattfindet, er- wähnt Herr Professor Miller aufserdem noch süfse Speisen, Kuchen, Omelettes u. dergl.; ferner Birnen, Apfel, Weintrauben u. s. w.
7. Für Abwechslung in der Nahrung ist zu sorgen, weil dadurch eine gröfsere Efslust entwickelt wird. 8. Wir haben die Nahrung so zu reichen, dafs sie nicht nur wohl-
schmeckend ist, sondern dafs ihre Ansehnlichkeit auch die Ab- sonderung des Speichels erhöht, was durch eine appetitlich aus- sehende Schüssel zu erreichen ist und die Redensart vom Zu- sammenlaufen des Wassers im Munde verständlich macht. Die Hauptkräfte, welche dem Menschen helfen, Umwandlungen der Rohstoffe zu geniefsbarer und verdaulicher Nahrung vorzunehmen, finden wir im Feuer und im Wasser.
Drittes Kapitel. Das Feuer.
Ursprung und Bereitung nach Lippert u. A.
Das Feuer der Urzeit hat seinen Ursprung aus den natürlichen Quellen der Erde
1. durch das vulkanische Feuer unter der Erde;
2. durch das elektrische Feuer des Himmels.
Wahrscheinlich hatte der Mensch, nach Forschungen von Darwin, Peschel und Humboldt, die Bekanntschaft des Feuers durch die Lava- ergüsse in der Nähe von Vulkanen gemacht, welche den Menschen ohne Gefahren und Angst vor dem Wesen des Feuers in den Stand setzten, Späne noch nach zwanzig Jahren des Ergusses an der Lava zu ent- zünden. Auch der Blitz, welcher einen Waldbrand erzeugte, kann den Menschen mit dem Feuer bekannt gemacht haben.
Die Art der Feuergewinnung war in der Urzeit lediglich auf Uber- tragen und Holen desselben beschränkt. Erst in einem jüngeren Teil der Urzeit ist der Feuerholung und Feuerbewahrung die Feuererzeu- gung nachgefolgt. In den Überlieferungen der Griechen finden wir häufig den Narthexstengel erwähnt als Mittel zur Aufbewahrung und


