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Je weiter der Darminhalt nach unten tritt, desto fester wird er, indem fortwährend flüssige Bestandteile von der Darmwand aufgesogen werden.
Im unteren Teile des Grimmdarmes finden wir dann bereits die Massen, wie sie durch den Mastdarm entleert werden. In diesen Massen. ist alles das enthalten, was ursprünglich mit der Nahrung eingeführt wurde, aber von den Gefäfsen der Darmwand nicht aufgesogen werden konnte. Hierher gehört die zum Teil in den Pflanzengeweben so reich- lich vorkommende Holzfaser oder Cellulose. Diese bildet gröfsten- teils also einen unverdaulichen Ballast.
Die von der Dünndarmschleimhaut aufgenommenen flüssigen Be- standteile des Speisebreies gelangen zunächst in Lymphgefäfse, von da in das Blut, welches sie in alle Teile des Körpers hinführt, damit sie dort die nötige weitere Verwendung finden.
So wie das Blut aber in dieser Weise die Zuführung der notwen- digen Nahrungsstoffe zu den einzelnen Körperteilen vermittelt, so sorgt es auch dafür, dafs die durch den Stoffwechsel unbrauchbar gewordenen Substanzen aus den einzelnen Teilen des Körpers entfernt und nach aufsen gebracht werden.
Das letztere findet in bestimmten Organen statt, deren wesentlichste die Lungen, die Nieren und die Drüsen der Haut. sind..
Die für unseren Körper notwendigen Stoffe auf der einen Seite, die Vorgänge bei der Verdauung auf der anderen Seite geben uns die wich- tigsten Fingerzeige für die Einrichtung unserer Ernährung. Es folgt nämlich daraus:
1. Die Zusammensetzung der verschiedenen in der Küche zur Ver- wendung kommenden Nahrungsmittel mufs uns bekannt sein, da- mit wir die Zusammensetzung der verschiedenen Gruppen zu einer guten, zweckmälfsigen Nahrung vornehmen können.
Die Nahrung ist in gelöstem oder möglichst löslichem Zustande einzuführen, um den Verdauungsprozelfs abzukürzen und den Kör- per so wenig als möglich mit Arbeit zu belasten.
3. Wir müssen bei jedem einzelnen Nahrungsmittel wissen, welche Teile verdaulich, welche unverdaulich sind; und der Zubereitung liegt die Aufgabe ob, die Unverdaulichkeit möglichst zu beschränken (s. Verdauungs-Tabelle S. 10).
4. Wir haben die Verfahrungsweise zu erlernen, durch welche wir die Erhaltung und Erhöhung der Nährwerte der Speisen ermög- lichen.
5. Wir haben diejenigen Zusätze zu den Nahrungsmitteln, welche man als Genufsmittel bezeichnet, So zu verteilen, dafs sie Reize auf den Verdauungsapparat ausüben, ohne ihn zu überreizen.
6. Es müssen uns die für die verschiedenen Ausnahmefälle(Krank- heit) notwendigen Nahrungsmittel und deren zweckmäfsige Zube- reitung bekannt sein.
Anmerkung: Herr Professor Dr. Miller hat wichtige Beobach-
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