Bedürfnisse des Hauswesens zu überdenken hat, sondern diese sich wie
von selbst ergänzen. Das Getriebe des Hauswesens wird sich um so regelmäfsiger abspielen, je mehr die Hausfrau sich selbst an Pünktlich- keit und Ordnung gewöhnt hat und vorsorgend alle Möglichkeiten ab- Die Arbeit der Dienstleute kann um so besser eingeteilt und ge- regelt werden, je weniger dieselbe unerwartete Unterbrechungen, 2. B. durch Wegschicken derselben, zu erleiden hat.
Bei den mit dem einmaligen Einkauf verbundenen Erfordernissen sind auch Bestellungen auf Artikel ins Auge zu fassen, welche an be- stimmten Tagen von den Lieferanten in das Haus zu- bringen sind, wie z. B. Butter, Bier, Kartoffeln, Brot, Petroleum u. s. W. Um für den genügend aufzuheben, fehlt es meist ert ist, sich dieselben ohne besondere
wägt.
ganzen Monat von diesen Artikeln an Raum, während es wünschensw. Mühe ergänzen zu lassen.
Beim Einkauf auf dem Markt und in der Markthalle vereinfachen be- stimmte Lieferanten den Einkauf. Man spart Zeit und Geld, wenn man von vornherein gute Ware, gutes Gewicht und niedrigste Preise zur Bedingung dann aber auf jedes„Abhandeln“ verzichtet. Der Nutzen beim
macht, wein eingebildeter.
Einkauf billiger Lebensmittel ist gewöhnlich nun
Bestimmte Lieferanten ermöglichen die UÜberwachung der Dienstleute, falls man gezwungen ist, diese zum Einkauf zu senden. Man prüfe die Lieferanten zuerst selbst und überlasse die Wahl nicht den Leuten.
Einteilung des Geldes und Rechnungsführung: Die Rech- nungen gliedern sich in jährliche, vierteljährliche, monatliche, wöchentliche und tägliche. Die Kasseneinteilung der bestimmten monatlichen Geld- beträge hat sich sehr eingehend damit zu beschäftigen.
Die jährlichen und vierteljährlichen Rechnungen haben auf einen
Teil des Monatsgeldes Anspruch; deshalb lege man ein Drittel des- selben regelmäfsig zurück. Mit dem zW eiten Drittel ordnet man jeden Ersten des Monats alle Verbindlichkeiten, wie z. B. Schlächterrechnung und monatlichen Einkauf; das letzte Drittel bleibt zur Bestreitung der täglichen Ausgaben. S0 verteilt sich Einnahme und Ausgabe nach meiner Erfahrung am besten. — Natürlich gliedern sich in einem grofsen Haushalt die Kassen der Übersicht wegen mehr, aber der Anfängerin genüge 1. ein kleines Notiz- buch, 2. ein Ausgabebuch mit zwei Rubriken.(Sehr zu diesem Zwecke zu empfehlen: Tagebuch für das Haus, bei Hermann Hampe Nachf., Mark- grafenstr. 50, Berlin.) Zum Beispiel würden sich die Notizen darin so- ausnehmen:
Datum Wirtschaftsausgaben: Besondere Ausgaben: 1. Januar 1 Hecht 1 ½ kg..... k 2,40 2.„ Theaterbillets. A 3,— 2. 5 25 kg Kartoffeln..... 1,25 1 3.„ 30 Fl. Bier und Trinkgeld.„ 3,05 4.— 2 Meter Sammetband........:....„ 2, N 6,70 N 10,—
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