12 Vorbemerkungen.
Damit wäre die Reihe der eigentlichen Nahrungsmittel im allgemeinen abgeſchloſſen und bleibt uns nur noch die Betrachtung der Zuſatz⸗ und Genußmittel übrig.
Das wichtigſte Zuſatzmittel, welches übrigens auch ein ſelbſtändiges, doch ſtickſtoffloſes Nahrungsmittel bildet, iſt das Fett. Wird bei der Speiſebereitung nicht mehr Fett verwendet, als die Beſtandteile der Speiſe in ſich aufzu⸗ nehmen vermögen, ſo wird dadurch nicht nur ihr Wohl⸗ geſchmack geſteigert, ſondern dieſelbe wird auch nahrhafter. — Im Winter ſollen reichlichere Fettmengen genoſſen werden als im Sommer, indem die Fette Wärme erzeugen; das⸗ ſelbe gilt auch für Perſonen, die ihrem Körper größere An⸗ ſtrengungen zumuten, indem durch Fettgenuß auch die Muskelkraft weſentlich erhöht wird.
Neben den Fetten findet der Zucker als Beiſatzmittel in der Küche die ausgedehnteſte Verwendung. Er zählt übrigens ebenfalls zu den Nahrungsmitteln, doch zu den ſtickſtofffoſen. In mäßigen Mengen iſt ſeine Wirkung eine ganz günſtige, zuweilen gelinde abführende; im Übermaße genoſſen, bewirkt er jedoch Verſchleimung, fördert die Bildung der Magenſäure und das Faulen der Zähne.
Eſſig und Senf tragen durch ihre auflöſenden Eigen⸗ ſchaften zur gründlicheren Ausnützung unſerer Nahrung wie zu ihrer leichteren Verdauung bei. Damit ſoll jedoch nicht geſagt ſein, daß es geſund wäre, viel Eſſig in der Küche zu verwenden, denn wie bei allen Säuren, ſo kann auch überreiche Eſſigverwendung Blutſtörungen, namentlich Blut⸗ armut, nach ſich ziehen.
Mit den Gewürzen verhält es ſich ähnlich, zumal ſie ſtets auch noch erhitzend und reizend wirken. Nur in ganz geringen Portionen und bei nicht regelmäßiger Anwendung, bleiben ſie ohne nachteilige Folgen. Selbſt das Salz, die unentbehrlichſte Würze, ſollte in keinem allzu reichlichen Maße angewandt werden. In geringen Mengen erhöht es den Wohlgeſchmack eines jeden Gerichtes, ſo daß einige Körnchen in keiner Speiſe, ſelbſt in ſüßen nicht, fehlen dürfen, wenn man ſich jedoch gewöhnt ſeine Nahrung ſcharf geſalzen zu genießen, ſo entzieht man dem Körper einen Teil ſeines Waſſergehaltes, wodurch heftiger brennender Durſt entſteht.
Der tägliche Gebrauch hat dahin geführt, daß ein großer Teil unſerer Lieblingsgetränke, wie z. B. der Kaffee,
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