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Vorbemerkungen. 7
möglichſt niedrige Zahlen aufweiſe, die Andern, es ſind dies verhältnismäßig allerdings nur wenige, kennen keinen höheren Ehrgeiz, als ſich durch die Erſtellung möglichſt leckerer Ge⸗ richte auszuzeichnen.
In beiden Fällen jedoch nimmt die Frau einen falſchen Standpunkt ein. Bei Beſtellung des täglichen Tiſches ſoll die erſte und maßgebendſte Frage ſein: Wie koche ich, daß meine Lieben aus den gereichten Speiſen den größtmöglichſten Nutzen ziehen, d. h. daß ihnen ihre Nahrung in jeder Weiſe bekomme und in keiner Art Schaden zufüge, wie auch, daß ſie aus derſelben in genügendem Maße alle jene Stoffe aus ihr ziehen, die den verſchiedenen Organen das zu ihrem Fortbeſtande nötige Material liefern? Die nächſtliegende Frage wird ſein: wie fange ich es an, um für mein Geld möglichſt viel zu erhalten!— Eine Sache iſt nämlich nur ſo auf ihre Billigkeit zu prüfen, daß man ihren Preis mit ihrem reellen Werte in Vergleich ſtellt. Ein Gegenſtand, der für wenig Geld abgegeben wird, kann daher immer noch teuer, ſogar ſehr teuer ſein, während ein anderer, der vielleicht 40— 50 Prozent höher im Preiſe ſteht, immer⸗ hin ſehr billig ſein mag.
Dank den außerordentlichen Fortſchritten, welche die Chemie im letzten Viereljahrhundert gemacht hat, ſind wir in die glückliche Lage verſetzt, uns die beiden obenerwähnten Fragen genau zu beantworten und die Hauswirtin braucht ſich bei ihren Kücheneinteilungen nicht mehr auf die bloße ſogenannte Erfahrung, welche in dieſem Falle beſſer als Herkommen und Gewohnheit bezeichnet würde, zu verlaſſen. Im Gegenteile, ſie kann ſich die Ergebniſſe wiſſenſchaft⸗ licher Forſchungen zur Grundlage erwählen und ganz me⸗ thodiſch verfahren.
Die noch ſo ſehr verbreitete Annahme, daß nichts oder nur wenig auf das ankomme, was man ißt, ſondern nur darauf, daß man ſich ſatt ißt, iſt eine durchaus irrige. Es kommt ſogar ſehr viel auf das„was“ an. Man kann ſich an einer Trüffelpaſtete ſatt eſſen, aber auch an einer An⸗ zahl Kartoffeln. Wer nun aber das eine oder das andere thun wollte, ohne durch die äußerſte Not dazu gezwungen zu werden, beginge einen ſchweren Fehler. An der Paſtete würde er ſich vorausſichtlich den Magen verderben, mit den Kartoffeln würde er nur das Gefühl des Sattſeins, die Füllung des Magens, erreichen, aber nur eine minimale
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