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Illustriertes Viktoria-Kochbuch der nord- und süddeutschen Küche : ein unentbehrliches Lehr- und Handbuch : für alle Anfängerinnen, jede Hausfrau und Köchin zur sparsamen Herrichtung des einfachen und feinen Tisches : unter besonderer Berücksichtigung des Serviettenbrechens : erläutert durch 7 Vollbilder, des Selbsteinschlachtens, der Obstweinbereitung und Einmachekunst : enthaltend eine kolorierte Pilztafel, zahlreiche Notizblätter für einzuschaltende Rezepte und 1871 geprüfte und selbsterprobte Rezepte mit 64 Abbildungen / von Hedwig v. Hohenwald
Entstehung
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workung von Aſkäge

W. M. Sowohl Himbeer⸗ wie auch JFohannis⸗ beerſaft läßt ſich auf kaltem Wege ohne Weinſtein⸗ oder Zitronenſäure herſtellen, wenn man ihn vergärt. Dieſer Saft iſt bei ſorgſamer Zubereitung ein Jahr haltbar, aber nicht verſandfähig. Die Herſtellung iſt folgende: Man ſchüttet die abgeſtielten Beeren in eine irdene Schüſſel, arbeitet ſie mit einer ſauberen Holzkeule gut durcheinander und dreht ſie dann nach und nach durch die Fruchtpreſſe. Den auf dieſe Weiſe gewonnenen Saft gießt man in große irdene Schalen, in denen man ihn ausgären läßt, was ungefähr zwei Tage in Anſpruch nimmt. Nun ſchöpft man den Schaum ab, füllt den reinen, klaren Saft in trockene, gut geſchwefelte Flaſchen und verſchließt dieſe mit Korken, die man in reinen

Spiritus oder Rum getaucht hat. Da insbeſondere der Himbeerſaft durch das Kochen immer an Aroma ver⸗ liert, ſo ſucht man dies möglichſt zu vermeiden. Man erzielt z. B. einen ſchönen Saft, wenn man die abge⸗ [eſtielten Beeren in eine irdene Schüſſel gibt und mit dem gleichen Gewicht Zucker, dieſer bis zum kleinen Faden, alſo ſchwach ſirupartig dick gekocht, kochend heiß tbergießt. Man läßt das Ganze leicht zugedeckt einen Tag ſtehen, läßt dann den Saft durch ein aufgeſpanntes Tuch laufen und füllt ihn nun auf Flaſchen, die ver⸗ ſchloſſen und verlackt werden. Zapa. Ihre Tochter, welche ſich in ungekündigter