18.
entfernt lagen, wodurch den Schmugglern das Handwerk besonders erleichtert wurde.
Gleichzeitig wurde durch den König der Plan des Domänenpächters Smalian auf Lohre gebilligt, ausländische Wollweber vom Eichsfelde hereinzuziehen und in einer Kolonie anzusiedein. Nach den Worten des Stiftungsbriefes vom 14.Mai 1779 sollten fremde Wollweber und Spinner herangezogen werden, um die auf den Hohensteinschen Domänen und Gütern erzeugte Wolle zu verwerten und den Webereien in Bleicherode Material zu verschaffen. Es kam zur Gründung des Dorfes Friedrichslohra, in dem 58 eichsfeldische Kolonisten angesiedelt wurden, die nur die Wolle für die Bleicheröder Fabrikanten zu spinnen hatten. Da das in der Grafschaft gewonnene Quantum nur 550- 600 Ctr. betrug, kaufte man den notigen Rest in benachbarten hanno1) verschen Lande auf.
Einen wie grossen Aufschwung die Woll
und Leinenindustrie genommen hatte, sehen wi daraus, dass im Jahre 1779 in der Grafschaft vorhanden waren.
758 Stühle für Leinwand,
150 Stühle für Wolle.
2)'
1)_F. Krönig u." Heimatland" 1917, Nr.7/ 10. 2)_ Staatsarchiv Magdeburg Rep.A 198 VII.
88.


