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Die Textil-Industrie des Kreises Grafschaft Hohenstein / vorgelegt von Hans Frühberg aus Bleicherode a/Harz
Entstehung
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jetzt hin und wieder geschieht. Da aber die Arbeiten im Hause und im Felde sich mehrten, übertrug man einem Weber von Beruf die Ar­beit, der das Gewebe auch gleichmässiger und besser herzustellen verstand. So löste sich die Weberei allmählich von Hause los und wur­de ein selbständiges handwerksmässiges Gewer­be.

Diese allgemeine Entwicklung hat sich auch in meiner Heimat, der Grafschaft Hohen­stein, vollzogen. Bald erkannten auch hier die Weber ihre gemeinsamen Interessen und schlossen sich, wie das im Geiste der damali­gen Zeit lag, im Jahre 1442 zu einer Gilde oder Innung zusammen. Ihre Satzungen legten sie in einem Statut fest, das von dem Grafen von Hohenstein genehmigt wurde. Darin forder­ten sie von jedem Mitgliede nicht nur Ehrlich­keit und Treue im Handwerk, sondern auch ei­nen christlichen und ehrbaren Lebenswandel; ja sogar der Nachweis der ehelichen Geburt musste erbracht werden.

Amtliche in der Grafschaft Lohre an­

sässigen Weber mussten der" unft, die ihren Sitz in Bleicherode hatte, beitreten. Die in der Herrschaft Clettenberg wohnenden Weber hatten ihre Lade in Ellrich. Im Jahre 1605 wurden durch den Herzog Hulius von Braunschweg