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Lieder des Geſangbuchs.
loſe gelegten Baumſtamm als Brücke von einer der das Thal bildenden Felswände zur andern herüberſchritten, geb. zu Heiligau(Helicgove) im Kanton Zürich 830, † zu St. Gallen am 6. April 912.(Joh. 317. 36.)
„O Haupt voll Blut und Wunden“, urſprüngl. lateiniſch:«Salve caput cruentatum, Gebet an die hl. Gliedmaßen des am Kreuz hängenden Heilands, von Bernhard, Abt von Clairvaux, geb. 1091 zu Fontaines, nahe bei Dijon, † 20. Aug. 1153, bekannt durch ſeine Kreuzpredigt, wie durch das Lied Jesus dulcis memoria? („Jeſus, dein Gedächtniß machet“ in Johann Arndt's, deſſen Büchern vom wahren Chriſtentum angehängtem „Paradiesgärtlein“).(Jeſ. 506. Röm. 58—11)
„An dem Zorntag, an dem hohen“, urſpr. lateiniſch von Thomas von Celano, geb. zu Celano, berühmtem Franziskanermönch(† 1250),„Dies irae, dies illa?; in lateiniſcher Sprache bildet dieſer Geſang(Sequenz) ein Stück der katholiſchen Totenmeſſe(Requiem).(Zeph. „Allein Gott in der Höh ſei Ehr“; deſſen Grund⸗ ſtock, die ſog. große Doxologie, aus Luk. 214 entſtanden, von Hilarius von Poitiers(† 368) aus dem Morgenland ins Abendland verpflanzt und von Nic. Decius(ſ. S. 12) aus dem Lateiniſchen(Gloria in excelsis Deo) in ein deutſches Lied umgedichtet wurde.(Luk. 214.)
„Komm, heiliger Geiſt“; eine alte überſetzung der Pfingſtantiphone Veni sancte spiritus? aus dem 11. Jahr⸗ hundert.(Deutſch in dem Erfurter Enchiridion von 1524.)
„O Lamm Gottes unſchuldig“ und
„Chriſte, du Lamm Gottes“; erſteres Umdichtung, letzteres überſetzung des altlateiniſchen Meßgeſanges Agnus Dei, qui tollis peccata mundi?.(Joh. 129. 1. Petr. 118. 19.) iederdeutſch in der Braunſchweigiſchen Kirchenordnung von 1528, hochdeutſch in der Kirchen⸗ agende Herzog Heinrichs von Sachſen, Leipzig 1540.)
„Verleih uns Frieden gnädiglich“; eine Be⸗ arbeitung der alten antiphona pro pace: Da pacem, Pomine?.(Zuerſt in dem Wittenberger Geſangbuch von


