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Erklärung des heiligen Meßopfers : ein Haus- und Gebetbuch / von dem ehrwürdigen Pater Martin von Cochem, aus dem Kapuziner-Orden
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Pr.(Den Altar und ſich ſelbſt bekreuzend). Anfang des heiligen Evangeliums nach Johannes.

D. Ehre ſei Dir, o Herr!

Pr. Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasſelbe war im Anfang bei Gott. Alles iſt durch dasſelbe erſchaffen, und nichts von dem, was erſchaffen iſt, iſt ohne Dasſelbe erſchaffen. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menſchen. Und das Licht leuchtet in den Finſterniſſen, aber die Finſterniſſe haben Es nicht begriffen. Es war ein Menſch von Gott geſandt, der Johannes hieß. Dieſer kam zum Zeug⸗ niſſe, daß er Zeugniß gäbe vom Lichte, auf daß Alle durch ihn glauben ſollten. Er war nicht ſelbſt das Licht, ſondern ſollte nur Zeugniß geben vom Lichte. Dieß aber war das wahre Licht, welches jeden Men⸗ ſchen erleuchtet, der in dieſe Welt kommt. Er war in der Welt, und die Welt iſt durch Ihn gemacht worden, die Welt aber hat Ihn nicht erkannt. Er kam in Sein Eigenthum, und die Seinigen nahmen Ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, hat Er Macht ge⸗ geben, Kinder Gottes zu werden, denen nämlich, die in Seinem Namen glauben, die nicht aus dem Blute, nicht aus dem Willen des Fleiſches, noch aus dem Willen des Mannes, ſondern aus Gott geboren ſind. (Gier erfolgt die Kniebeugung.) Und das Wort iſt Fleiſch geworden, und hat unter uns gewohnet, und wir haben Seine Herrlichkeit geſehen, eine Herr⸗ lichkeit als des Eingebornen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.

D. Gott unſern Dank!