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Erklärung des heiligen Meßopfers : ein Haus- und Gebetbuch / von dem ehrwürdigen Pater Martin von Cochem, aus dem Kapuziner-Orden
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Von der Vortrefflichkeit der heiligen Meſſe. M

nur fleißig die heilige Meſſe, dann hat er ſchon das beſte Mittel ergriffen, die göttlichen Gnaden zu erlangen.

2. Der gelehrte Pater Oſorius zieht die heilige Meſſe allen andern Geheimniſſen der Religion vor, in⸗ dem er Tom. IV. conc. de Missa ſpricht:Unter allen Dingen, welche in der Kirche ſind, iſt das heilige Meßopfer das Allerhöchſte und Allerkoſtbarſte, weil das allerheiligſte Sakrament des Altars darin conſekrirt, und dem höchſten Gott als ein Sacrificium aufgeopfert wird.. Mit ihm ſtimmt überein Fornerus, weiland Weihbiſchof von Bamberg, der conc. 65. de Pass. ſagt:Die heilige Meſſe übertrifft alle andern heiligen Sakramente weit durch ihre Würde.. Und conc. 69. ſetzt er hinzu:Mojeſtätiſch ſind die Sakramente, aber viel majeſtätiſcher iſt das heilige Meßopfer. Jene ſind Gefäße der Barmherzigkeit für die Lebendigen, dieſes aber iſt ein unerſchöpfliches Meer der göttlichen Frei⸗ gebigkeit für die Lebendigen und Abgeſtorbenen. Merke, wie herrlich dieſer Lehrer das heilige Meßopfer her⸗ vorhebt, und es den heiligen Sakramenten ſo neit vorzieht. So wollen wir denn ſehen, warum die hei⸗ lige Meſſe ſo vortrefflich ſei, und woher man dieſes abnehmen könne.

3. Erſtlich erkennt man die hohe Vortrefflichkeit der heiligen Meſſe aus den Ceremonien und Gebeten bei der Einweihung und Conſekration von Kirchen und Altären; denn da die katholiſchen Kirchen die Beſtim⸗ rnung haben, daß innerhalb ihrer Mauern auf ihren Altären dieſes Sacrificium dargebracht wird, ſo kann rnan aus dem Ernſte und der tiefen Bedeutung der Weihe⸗Ordnung und Weihe⸗Gebete gar wohl auch auf das Opfer ſelbſt ſchließen. Weil aber wenige das Glück