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Jesus, mein Alles : Kommunionbuch für Alle, die den Heiland innig lieb haben / von G. Ott, Stadtpfarrer
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18
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13 Einleitung.

nern geräumige Zimmer oder Säle hatten, wo ſie das Brod brachen, das heißt das heilige Opfer feierten, und die hochheilige Kommunion empfingen und austheilten. Der Altar war ein einfacher Tiſch von Holz. Noch iſt der Tiſch in der Kirche des heiligen Johannes von Lateran in Rom vorhanden, auf welchem der heilige Petrus Brod und Wein conſecrirte. Als die grauſame Chriſten⸗ verfolgung begann, kamen die Prieſter und Gläubigen an jeglichem Ort zuſammen, wo ſie ſich vor ihren Ver⸗ folgern ſicher glaubten, auf dem Felde, in Einöden, in Ställen, auf Schiffen, ſelbſt der Kerker diente ihnen ſtatt der Kirche. In Rom flüchteten ſich deßhalb die Chriſte zu den Gräbern der heiligen Blutzeugen in die Kata⸗ komben oder Kirchhöfe. Der Grabſtein, unter dem det Leib eines heiligen Martyrers ruhte, diente zum Altr. Hier, unter der Erde, in den in Tufſtein gehauenen Grabkapellen, verſammelten ſich in dunkler Nacht de Gläubigen, wohnten dem heiligſten Opfer mit innigſte Andacht bei und empfingen das heiligſte Sakramen, um ſich zum Kampfe für den Glauben an Jeſus und ſein heiliges Wort zu ſtärken; denn ſie waren ja keinen Augenblick ſicher, vor die Richterſtühle der Heiden ge⸗ ſchleppt, gemartert und getödtet zu werden. Von den Zeiten der Apoſtel an empfingen die Chriſten täglich die heilige Kommunion, dennſie erglühten alſo in wahrer und aufrichtiger Liebe, daß ſie, ohne Aufhören dem Gebete und anderen Werken der Gottſeligkeit ſich ergebend, für würdig befunden wurden, täglich die heiligen Geheimniſſe des Leibes des Herrn zu em⸗ pfangen. ¹) Die Ordnung, die man bei der heiligen Kommunion, die jedesmal unter der heiligen Meſſe noq

¹) So der römiſche Katechismus.

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