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Jahre erwartet hatten, nämlich ſein allerheiligſtes und Blut.— Du wirſt dich auch, chriſtliche Seele, nicht verwun⸗ daß die Jünger des Herrn nicht fragten und kein Wort ſprachen, denn wenn man ſehr gerührt iſt, ſo kann man nicht ſprechen und ſie waren gewiß durch zie große Liebe des Heilandes unausſprechlich gerührt, als ſie hörten und ſahen, daß Jeſus ihnen Alles, was er hatte, ja ſich ſelbſt ihnen geben wollte, um auf's Innigſte ſich mit ihnen zu vereinigen. Sie ſahen zwar in den Händen des Herrn nur Brod und Wein, das machte ſie in ihrem Glauben nicht im Geringſten irre, denn ſie er⸗ kannten den Heiland— den Sohn Gottes, den ewig wahrhaftigen und allmächtigen, und weil derſelbe ihnen
ganz beſtimmt und deutlich agte:„Das iſt mein Fleiſch 9 5
das iſt mein Blut,“ ſo waren ſie ganz gewiß überzengt, daß kein Brod und kein Wein mehr da ſei, vielmehr glaubten ſie feſt, daß Jeſus in ſeiner Allmacht hier ein ähnliches, aber noch und ohne allen Vergleich gnadenreicheres W Wunder gewirkt habe, als die Verwand⸗ lung des Waſſers in Wein bei der Hochzeit zu Kana, nämlich die Verwandlung des Brodes und Weines in ſein eigenes heiligſtes Fleiſch und Blut.
Wenn du, chriſtliche Seele, dieſes überaus wunder⸗ bare Geheimniß betrachteſt, mußt du nicht ſtaunen über die Größe der Macht, Güte und Liebe unſers theuerſten Herrn! Als die Juden während ihres Zuges in der Wüſte eines Tages beim Aufgang der Sonne die Erde von weißen Körnchen wie mit Schnee bedeckt ſahen, da riefen ſie vor Staunen aus:„Manna“ oder„Manhu“, was ſoviel bedeutet als:„Was iſt das?“ Gott hatte ihnen nämlich dieſe weißen Brodkörnchen vom Himmel regnen laſſen, um ſie damit zu ſpeiſen. Dieſer Ausruf


