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[Anleitung zur Beruhigung furchtsamer Seelen in ihren Zweifeln] / [von Karl Joseph Quadrupani]
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Beichte. 89

heiten und Sehler in dein Ceben ein⸗ miſchen, und zwar gegen das Der⸗ langen nach Vollkommenheit und reiner Gottesliebe in dir. Ich ant⸗ worte dir, daß es nicht möglich iſt, daß wir ganz uns ſelbſt aufgeben, ſolange wir hienieden weilen. Wir müſſen uns ſo lange immer ſelbſt tragen, bis Gott uns in den Himmel trägt; und ſolange wir uns tragen, tragen wir nichts, das von Wert wäre. Man muß alſo Geduld haben und nicht meinen, wir könnten uns in einem Tage heilen von ſo vielen böſen Gewohnheiten, die wir dadurch angenommen haben, daß wir ſo wenig Sorgfalt für unſer geiſtiges Wohl getragen. Ich bitte dich, ſieh nicht ſo viel hin und her: halte deinen Blick feſt auf Gott und auf dich hingerichtet: du wirſt Gott nie ohne Güte, und dich nie ohne Gebrechen und dein Elend als den Gegenſtand ſeiner Güte und Erbarmung er⸗ blicken.“ So der heilige Zranz von Sales.

15. Züget eurer Beichte immer irgend eine Sünde im allgemeinen