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Liebe 15
Der hl. Sranz von Sales ſchreibt: Die chriſtliche Ciebe läßt uns Gott über alles und den Rächſten wie uns ſelbſt lieben, mit einer Liebe, die nicht ſinnlich, nicht natürlich, nicht eigen⸗ nützig iſt, ſondern mit einer reinen, echten und unveränderlichen Liebe, die ihren Grund in Gott hat.... Eine Perſon iſt ſehr ſanft, ſehr angenehm, und ich liebe ſie zärtlich, ſie liebt mich ſehr und tut mir alles zu Ge⸗ fallen; ich liebe ſie deshalb wieder. Per ſieht hier nicht, daß ich den Sinnen und dem Sleiſche nach liebe? Denn die Ciere, die keinen Geiſt und nur Zleiſch und Sinne haben, lieben ihren Wohltäter und diejenigen, die gegen ße ſanft und freundlich ſind. Aber: eine Perſon iſt rauh, unfreund⸗ lich, übrigens aber ſehr fromm, und bemüht, ſanft und höflich zu ſein, und ich liebe ſie, gehe mit ihr um, erweiſe ihr Dienſte, bin ihr freund⸗ lich, und das nicht, um des bver⸗ gnügens willen, das ich an ihr finde, nicht aus irgend einem Eigennutzen, ſondern um des göttlichen Wohlge⸗ fallens willen: ſo iſt dieſe Ciebe nach


