10 V 3. Des Krenzes Laß dich drücket faſt, ſallſt oft
darunter nieder; da heftet man mit Naͤgeln an hein allerheiligſte Slieder.
4. Drey ganzer Stund, bloß und verwundt, hangſt du in groͤßten Schmerzen: ach Jeſu mein, wie muß dem ſeyn, dem dieß nicht geht zu Herzen!
5. O Gottes Lamm, g'duldig und zahm, fuͤr mich in Tod gegeben! verleihe mit, zu ſterben mit dir, und ewig mil dir zu leben. Ach Gott mein letztes Ziel und End! hoͤr meine
A Seuſßzer an: von Herten ich mich zu dir wend auf wahrer Tugendbahn; ich ehre, lobe, preiſe
dich, ich beth dich an und glaud an dich, o hoͤchſte
Maijeſtaͤt! v höͤchſte Majeſtät!
2. Der Vater mich erſchaffen hat, der Sohn mich haͤt erloſt, der heilge Geiſt mit ſeiner Gnad im Tauf mich hat getroͤſt; es ſeynd zwar der Per⸗
.
ſomn drey, im Weſen doch nur einerley, ganz
gleich in der Natur. 23. Ach ſirenger Gott! wann ich alldort erſchei⸗ nen muß allein, der Gedauken, Werk und aller Wort wirſt du ein Richter ſeyn; den Frommen
Himmelsfrenden, der Hoͤlle ewiges Leiden den
Suͤndern haſt bereit.
3n Da; glaub ich alles feftiglich, ſo lang ich 1
der Welt, auch was Gott ſonſt durch ſeine Kirch
zu glanben fuͤrgeſtellt: dafur will gehen in den Tod; denn Irrthum„ Falſchheit weit von Gott⸗ er ſelbſt die Wahrheit iſt. 3. Ach meine Suͤnd, o großer Goft! jagen mi Sohrecken ein: doch willſt du nicht des Suͤnders Tod; dieß ſoll mein Hoffnung ſeyn: wann ich zl
wand: uar ſteil ich hoffen
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dir mein Seußzer ſend, von Suͤnden ab mich zu 3 8


