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daß Maria war beflecket, mit der Erbſuͤnd angeſtecket. Weil da ſchon auch ſchweigen
Alte und Neue
muß; ey ſo ſolgt fuͤr uns der Schluß.
11. O du Auebund aller Gaben, die Gott ſelbſt gemacht kann haben! ſchon, o Freundinn, biſt du ganz; dich umſcheinet Gortes Glanz; ohne Mackel, ohne Maßen, von der Suͤnd unangeblaſen, uͤber alle En⸗ gel rein: Gott allein kann ſchoͤner ſeyn.
12. Eine Tochter Gott des Vaters, eine Braut des Ueberſchatters, eine Mutter Got⸗
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tes Sohns, und eine Mutter Gottes Throns, muß ja bleiben hochgeehrt, von der Erbfuͤnd
unverſehrt: weil Gott dieſes machen kann;
folgt, er hab es auch gethan.
13. Denn es will ſich nicht geziemen, daß
der Teufel ſich kann ruͤhmen, daß die, welche
Gott gebahr, ſeine Unterthaninn war. Ja
es will Gott nicht gebuͤhren, ſeinen Sohn
dort einzufuͤhren, wo vor war der Hölle
Neſt, und vergifter Suͤndenreſt.
ſen, du dein Heiland kannſt begruͤßen.
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14. Jenen Einwurf abzulenken, da man etwa moͤgte denken, daß weil du von Suͤn⸗ den frey, Jeſus nicht dein Heiland ſey; ſag ich: der dich vorbehuͤtet, und in dich die Gnad verſchuͤttet, ehe ein Erbſuͤnd eingeriſe
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