114 Alte und Neue V 2. Ich fahr dahin, weiß nicht wohin, viel leicht zur Holl hinunter: dein Kind ich, oMa⸗ ria, bin, mein Mutter ſey jetzunder! o was fuͤr Schmerz aͤngſt mir mein Herz! wie hart kommts an zu ſterben! wie macht ſo heiß der
Todesſchweis! o was werd gar verderben!
unſere liebe Frau.
3. Mein Kind, es mußgelitten ſeyn, wenn man will ſelig ſterben: drum gieb dich nur ge⸗ duldig drein, willſt du dein Heil erwerben; es ſoll die Pein das Fegfeuer ſeyn, es wird bald beſſer werden, der Todesſchweis macht nicht ſo heiß, als Feuer unter der Erden.
4. Mein Kind, betracht ſanet Stephans Stein, wie tapfer er geſtritten; betracht Se⸗ baſtiani Pein, wie er die Pfeil erlitten; auch
was gekoſtt ſanct Lorenz Roſt fuͤr Brennen und fuͤr Braten, und insgemein der Heil'⸗ gen Pein und ritterliche Thaten.
r. Und ſonderlich die groͤßte Pein, die
groͤßten, groͤßten Schmerzen, die Jeſus hat genommen ein, nimm tief ja tief zu Herzen; wwiie er ſein Blut hat dir zu gut ſo reichlich hiinngegeben, ja gar fuͤr dich ſo williglich ge⸗
laſſen hat ſein Leben. 8 b Sterbender Men ſch. 6. So will ich dann, o Jungfrau ke,
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