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ömmigkeit vor Gott kommt aus dem
lauben und Vertrauen, daß wir glauben, daß uns Gott um ſeines einigen Sohnes Chriſtus willen aus Gnaden annimmt. Nun iſt es je am Tage, daß die Mönche gelehrt und
epredigt haben, daß die erdachte
eiſtlichkeit genug thuefür die Sünde und Gottes Gnade und Gerechtigkeit erlange. Was iſt nun dies anders, denn die Herrlichkeit und Preis der Gnade Chriſti vermindern und die Gerechtigkeit des Glaubens verleug⸗ nen? Darum folgt aus dem, da ſolche gewöhnliche Gelübde unrechte falſche Gottesdienſte geweſen. Derhal⸗ ben ſind ſie auch unbündig. Denn ein gottlos Gelübde, und das wider Gottes Gebot geſchehen, iſt unbündig und nichtig, wie auch die Canones lehren, daß der Eid nicht ſoll ein Band zur Sünde ſein.
St. Paulus ſagt zu den Gal. am 5: Ihr ſeid ab von Chriſto, die ihr durch das Geſetz gerechtfertigt wer⸗ den wollt und habt der Gnade ge⸗ fehlt. Derhalben auch die, ſo durch Gelübde wollen gerechtfertigt werden, ſind von Chriſto ab und fehlen der Gnade Gottes. Denn dieſelben rau⸗ ben Chriſto ſeine Ehre, der allein gerecht macht, und geben ſolche Ehre ihren Gelübden und Kloſter⸗Leben.
Man kann auch nicht leugnen, daß die Mönche gelehrt und gepre⸗ digt haben, daß ſie durch ihre Ge⸗ lübde und Kloſter⸗Weſen und Weiſe Perecht werden und Vergebung der
Ünden verdienen, ja ſie haben noch wohl ungeſchickter Dinge erdichtet und
eſagt, daß ſie ihre guten Werke den ſ
indern mittheilen. Wenn nun einer dieſes Alles unglimpflich wollte trei⸗ ben und aufmutzen, wie viel Stücke könnte er zuſammen bringen, deren ſich die Mönche jetzt ſelbſt ſchämen und nicht wollen gethan haben? Ueber das Alles haben ſie auch die Leute überredet, daß die erdichtete geiſtliche Ordens⸗Stände ſind chriſtliche Voll⸗ kommenheit. Dieß iſt ja die Werke
Die Augsburgiſche Confeſſion.
rühmen, daß man dadurch gerecht werde. Nun iſt es nicht ein geringe Aergerniß in der chriſtlichen Kirche daß man dem Volke einen ſolchen Gottesdienſt vorträgt, denn die Men⸗ ſchen ohne Gottes Gebot erdichtet haben, und lehren, daß ein ſolcher Gottesdienſt die Menſchen vor Gott fromm und gerecht macht. Denn Gerechtigkeit des Glaubens, die man am meiſten in den Kirchen treiben ſoll, wird verdunkelt, wenn den Leu⸗ ten die Augen aufgeſperrt werden
ß mit dieſer ſeltſamen Engels⸗Geiſtlich⸗
keit und falſchem Vorgeben der Ar⸗ muth, Demuth und Keuſchheit. Ueber das werden auch die Gebote Gottes und der rechte und wahre Gottesdienſt dadurch verdunkelt, wenn die Leute hören, daß allein die Mönche im Stande der Vollkommenheit ſein ſollten. Denn die chriſtliche Vol⸗ kommenheit iſt, daß man Gott von Herzen und mit Ernſt fürchtet und doch auch eine herzliche Zuverſicht und Glauben, auch Vertrauen faßt, daß wir um Chriſtus willen einen gnädigen barmherzigen Gott haben, daß wir mögen und ſollen von Gott bitten und begehren, was uns Noth iſt, und Hilfe von ihm in allen Trüb⸗ ſalen gewißlich nach eines Jeden Be⸗ ruf und Stand gewarten. Daß wir auch indeß ſollen äußerlich mit Fleiß gute Werke thun und unſers Berufes warten. Darin ſteht die rechte Voll⸗ kommenheit und der rechte Gottes⸗ dienſt, nicht im Betteln oder in einer ſchwarzen und grauen Kappen l.
Aber das gemeine Volk faßte viel
chädlicher Meinung aus falſchem Lob
des Kloſter⸗Lebens. So ſie es hö⸗
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Diewei
ren, das man den ledigen Stand eitel und
ohn alle Maß lobt, folgt, daß es mit beſchwertem Gewiſſen im Che⸗
auch die unbündig
ſtande iſt. Denn daraus, ſo der ge⸗
meine Mann hört, daß die Bettler
allein ſollen vollkommen ſein, kann er nicht wiſſen, daß er ohne Sünde Güter haben und handthieren möge. So das Volk hört, es ſei nur ein
4 Von
on der
Zeiten


