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Die Augsburgiſche Confeſſion.
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So erbieten gegen Ew. Kaiſerl. Majeſtät wir uns hiermit in aller Unter⸗ thänigkeit und zum Ueberfluß in berührtem Fall ferner auch ein ſolch gemein, frei, chriſtlich Concilium, darauf auf a—
Kaiſerl. Majeſtät bei ihrer Regierung im Reiche gehalten, durch Chur⸗
en Reichs⸗Tagen, ſo Ew.
na Fürſten, Fürſten und Stände, aus hohen und tapferen Bewegungen ge⸗ ug ſchloſſen, an welches auch zuſammt Ew. Kaiſerl. Majeſtät wir uns von woeegen dieſer großwichtigſten Sachen in rechtlicher Weiſe und Form zu
verſchiedener Zeit berufen und appellirt haben, der wir hiermit nochmals anhängig bleiben, und uns durch dieſe oder nachfolgende Handlung(es
werden denn dieſe zwieſpaltigen Sachen endlich in Liebe und Gütigkeit,
laut Ew. Kaiſerl. Majeſtät Ausſchreibens, gehört, erwogen, beigelegt und zu einer chriſtlichen Einigkeit vergleicht,, nicht zu begeben wiſſen. Davon
wird hiermit öffentlich bezeugen und proteſtiren. Und ſind das unſere und der Unſern Bekenntniß, wie ſelbige von Artikel zu Artikeln hernach folgt.
1. Artikel des Glaubens und der Lehre. Der 1. Artikel. Von Gott.
Erſtlich wird einträchtlich gelehrt und gehalten, laut des Beſchluſ⸗ ſes Concilii Nicäni, daß ein einig
göttlich Weſen ſei, welches genannt
wird und wahrhaftiglich iſt Gott, und ſind doch drei Perſonen in dem⸗ ſelben einigen göttlichen Weſen, gleich gewaltig, gleich ewig, Gott Vater, Golt Sohn, GottheiligerGeiſt, alle drei Ein göttlich Weſen, ewig, ohne Stück, ohne Ende, unermeßlicher Macht, Weisheit und Güte, ein Schö⸗ pfer und Erhalter aller ſichtbaren und
unſichtbaren Dinge. Und wird durch das Wort Perſonen nicht verſtanden
ein Stück, nicht eine Eigenſchaft in einem Andern, ſondern das ſelbſt be⸗
uſteht, wie denn die Väter in dieſer Sache dieß Wort gebraucht haben.
Derhalben werden verworfen alle Ketzereien, die dieſem Artikel zuwider ſind, als Manichäi, die zween Götter
ſgeſetzt haben, einen böſen und einen
guten. Item ValentinianiAriani,
CEunomiani, Mahometiſten und alle u dergleichen, auch Samotaſeni, alt und umneu, ſo nur Eine Perſon ſetzen und waun von dieſen zweien, Wort und heili⸗
gem Geiſt, Sophiſterei machen und
ſagen, daß es nicht unterſchiedene Perſonen ſein, ſondern Wort bedeute leiblich Wort oder Stimme, und der heilige Geiſt ſei erſchaffene Regung in Creaturen.
Der 2. Artikel. Von der Erb⸗Sünde.
3—9 eiter wird bei uns gelehrt, daß W nach Adams Fall alle Menſchen, ſo natürlich geboren werden, in Sün⸗ den empfangen und geboren werden, das iſt, daß ſie alle von Mutter⸗ leibe an voller böſer Luſt und Nei⸗ gung ſind und keine wahre Gottes⸗ Furcht, keinen wahren Glauben an Gott von Natur haben können; daß auch dieſelbige angeborene Seuche und Erb⸗Sünde wahrhaftiglich Sünde ſei, und verdamme Alle die unter den ewigen Gottes⸗Zorn, ſo nicht durch die Taufe und heiligen Geiſt wiederum neu geboren werden..
Hierneben werden verworfen die Pelagianer und Andere, ſo die Erb⸗ Sünde nicht für Sünde halten, damit ſie die Natur fromm machen durch natürliche Kräfte zur Schmach dem Leiden und Verdienſt Chriſti.
Der 3. Artikel. Von dem Sohne Gottes.
Atem, es wird gelehrt, daß Gott 3 der Sohn ſei Menſch geworden,


