Wie ein Haus⸗Vater ſein Geſinde ſoll lehren das Benedicte und Gratias ſprechen.
Das Benedicte.
Die Kinder und Geſinde ſollen mit gefalteten Händen und züchtig vor den Tiſch treten und ſprechen:
ller Augen warten auf dich, Herr,
A und du gibſt ihnen ihre Speiſe zu ſeiner Zeit, du thuſt deine Wniſde
Hand auf und ſättigſt Alles, was d lebt, mit Wohlgefallen. Darnach das Vater⸗Unſer und dieß
folgende Gebet:
Haus⸗Tafel.
Alſo auch nach
Ven Gott, himmliſcher Vater, ſegne 9 uns und dieſe deine Gaben, die
wir von deiner milden Güte
nen lieben Sohn, Amen!
unſern
zu uns nehmen, durch Jeſum Chriſtum, dei⸗ Herrn! that,
Das Gratias.
dem Eſſen ſollen ſie gleicher Weiſe thun, züchtig und mit gefalteten Händen ſprechen: (Jankt dem Herrn; denn er iſt freundlich und ſeine Güte währt ewi iglich, der eenan Fleiſche Speiſe
gibt, d der dem Vieh ſein Futter giht den jungen Raben, die ihn anrufen, Er hat nicht Luſt an der Stärke des
Roſſes, noch Gefallen an Jemandes Beinen. Der Herr hat Gefallen an 2 denen, die Don fürchten und auf ſeine Güte warten.
Darnach das Vater⸗Unſer und dieß
folgende Gebet: Mir danken dir, Herr Gott, himm⸗ liſcher Vater, durch Jeſum Chri⸗ deinen lieben Sohn, unſern
ſtum, Herrn, für alle deine Gabe und Wohl⸗ der du lebſt und regierſt in
Ewigkeit! Amen!
Bie Haus-Tafel allerlei heilige O durch eigne
für
als Lection
erden und ihres Amtes und Dienſtes zu
etlicher Sprüche
Stände, dadurch dieſelben
vermahnen.
Den Biſchöfen, Pfarrherren und Predigern.
Ein Biſchof ſoll unſträflich ſein, Eines Weibes Mann, nüchtern, ſittig, mäßig, gaſtfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinſäufer,
dern gelinde, nicht haderh haftig, nicht geizig, der ſeinem eigenen
habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte, das gewiß iſt, und lehren kann, auf daß er mächtig ſei zu ermahnen durch
die heilige Lehre und zu ſtrafen die
Widerſprecher. 1. Tim. 3, Tit. 1.
nicht beißig, nicht unehrliche Handthierung treiben, ſon⸗
Hauſe wohl vorſtehe, der gehorſame Kinder
Was die Zuhörer ihren Lehrern und Seelſorgern zu tbun ſchnldig ſein.
Eßt und trinkt, denn ein Arbeiter iſt werth. Luc. 10.
Der Herr hat befohlen, ſo das Evangelium verkündigen, ſo
was ſie haben, ſeinds Lohnes
daß die le, ſollen
ſich vom Evangelio nähren. 1. Cor. 9.
Der unterrichtet wird mit dem Worte der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn uirrerrlyfet denn euch nicht, Gott läßt ſich nicht ſpot⸗ ten. Galat. 6.
Die Aelteſten, die nicht wohl vor⸗ ſtehen, die halte man zwiefacher Ehren
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