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Allgemeines und vollständiges Evangelisches Gesang-Buch für die Königl. Preuß. Schlesischen Lande : also eingerichtet, daß es in allen evangel. Gemeinden zu gebrauchen ist, indem man darinnen die erbaulichen Lieder aus allen in Schlesien zeithero üblichen Gesangbüchern zu allgemeiner Erbauung zusammengetragen hat : nebst angefügtem Gebet-Buch und einer Vorrede / von Johann Friedrich Burg, Königl. Ober-Consistorial-Rath und Inspector
Entstehung
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Wie ein Haus⸗Vater ſein Geſinde ſoll lehren das Benedicte und Gratias ſprechen.

Das Benedicte.

Die Kinder und Geſinde ſollen mit gefalteten Händen und züchtig vor den Tiſch treten und ſprechen:

ller Augen warten auf dich, Herr,

A und du gibſt ihnen ihre Speiſe zu ſeiner Zeit, du thuſt deine Wniſde

Hand auf und ſättigſt Alles, was d lebt, mit Wohlgefallen. Darnach das Vater⸗Unſer und dieß

folgende Gebet:

Haus⸗Tafel.

Alſo auch nach

Ven Gott, himmliſcher Vater, ſegne 9 uns und dieſe deine Gaben, die

wir von deiner milden Güte

nen lieben Sohn, Amen!

unſern

zu uns nehmen, durch Jeſum Chriſtum, dei⸗ Herrn! that,

Das Gratias.

dem Eſſen ſollen ſie gleicher Weiſe thun, züchtig und mit gefalteten Händen ſprechen: (Jankt dem Herrn; denn er iſt freundlich und ſeine Güte währt ewi iglich, der eenan Fleiſche Speiſe

gibt, d der dem Vieh ſein Futter giht den jungen Raben, die ihn anrufen, Er hat nicht Luſt an der Stärke des

Roſſes, noch Gefallen an Jemandes Beinen. Der Herr hat Gefallen an 2 denen, die Don fürchten und auf ſeine Güte warten.

Darnach das Vater⸗Unſer und dieß

folgende Gebet: Mir danken dir, Herr Gott, himm⸗ liſcher Vater, durch Jeſum Chri⸗ deinen lieben Sohn, unſern

ſtum, Herrn, für alle deine Gabe und Wohl⸗ der du lebſt und regierſt in

Ewigkeit! Amen!

Bie Haus-Tafel allerlei heilige O durch eigne

für

als Lection

erden und ihres Amtes und Dienſtes zu

etlicher Sprüche

Stände, dadurch dieſelben

vermahnen.

Den Biſchöfen, Pfarrherren und Predigern.

Ein Biſchof ſoll unſträflich ſein, Eines Weibes Mann, nüchtern, ſittig, mäßig, gaſtfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinſäufer,

dern gelinde, nicht haderh haftig, nicht geizig, der ſeinem eigenen

habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte, das gewiß iſt, und lehren kann, auf daß er mächtig ſei zu ermahnen durch

die heilige Lehre und zu ſtrafen die

Widerſprecher. 1. Tim. 3, Tit. 1.

nicht beißig, nicht unehrliche Handthierung treiben, ſon⸗

Hauſe wohl vorſtehe, der gehorſame Kinder

Was die Zuhörer ihren Lehrern und Seelſorgern zu tbun ſchnldig ſein.

Eßt und trinkt, denn ein Arbeiter iſt werth. Luc. 10.

Der Herr hat befohlen, ſo das Evangelium verkündigen, ſo

was ſie haben, ſeinds Lohnes

daß die le, ſollen

ſich vom Evangelio nähren. 1. Cor. 9.

Der unterrichtet wird mit dem Worte der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn uirrerrlyfet denn euch nicht, Gott läßt ſich nicht ſpot⸗ ten. Galat. 6.

Die Aelteſten, die nicht wohl vor⸗ ſtehen, die halte man zwiefacher Ehren

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