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Hessen-Darmstädtisches allgemeines Gesang-Buch / auf Höchste Landesfürstliche Verordnung herausgegeben
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II. Von den Eigenſchaften Gottes 23

groſſe guͤte. O heilige zu dei⸗

nem preiß mich ganz, daß ich mit allem fleiß mich vor dem undank huͤte. Laß mich, was ich bitt, erlangen; dir an⸗ hangen hier auf erden, bis

mir wird der himmel werden.

Mel. Wer nur den lieben.

7 Zo weit, Herr, dei⸗ 3* ne himmel rei⸗ chen, reicht deine huld, die uns erhaͤlt: eh werden berg und huͤgel weichen, als deine gnade wankt und faͤllt; gleich maͤchtigen gebuͤrgen ſteht die heiligkeit, die dich erhoͤht.

2. Gott, dir iſt kein geſchoͤpf verborgen, keins iſt vor dir gering geacht; du wuͤrdigſt jedes deiner ſorgen, und biſt auf aller wohl bedacht; vom menſchen bis auf jedes thier dankt alles ſeine huͤlfe dir.

3., Mit heilig freudigem gemuͤthe erheb ich Gott, der gnade, dich; wie theuer iſt doch deine guͤte! wie liebſt du uns ſo vaͤterlich! daß men⸗ ſchen ohne furcht und graun im ſchatten deiner fluͤgel traun.

4. Mit welchem reichen uͤberfluſſe von guͤtern fuͤlleſt du dein haus! du theilſt ſie allen zum genuſſe, bis ſie ge⸗ ſaͤttigt werden, aus. Herr, unſers lebensauelle fließt aus dir, der du das leben biſt.

5. Wir, unerſchaffne ſon⸗ ne, ſchauen in deinem lichte nur das licht: entzeuch doch

denen, die dir trauen, dein gnadenvolles antlitz nicht! Gott, deine huld ſey uͤber die, die dich verehren! ſchuͤtze ſie.

Henwir ſingen dei⸗ 37. ner ehre; erbarm V dich unſer und erhoͤre, nimm

gnaͤdig unſer loblied an! Herr, wir danken voll ent⸗ zuͤcken: wo iſt ein Gott, der ſo begluͤcken, ſo lieben und ſo ſegnen kan? Der Gott, den wir erhoͤhn, er, deſſen heil wir ſehn, iſt die liebe, ſchon vor der eit, in ewigkeit war Gott die liebe, wird ſie ſeyn.

2. Um zu dir uns zu erhe⸗ ben, hauchſt du in unſre bruſt das leben, und ſchenkeſt uns der erde gluͤck: um zu dir uns zu erheben, entziehſt du unſ⸗ rer bruſt das leben, und ſchenkeſt uns des himmels gluͤck. Du giebſt das leben, Gott, du ſendeſt uns den tod nur zum ſegen, biſt liebevoll! nur unſer wohl, nicht unſer elend ſchaffeſt du.

plagen gequaͤlt in unſerm blute lagen, und nacht der hoͤllen uns umfing, fern von deiner wahrheit pfade; da war es, Gott, als deine gna⸗ de erbarmend vor uns uͤber⸗ gieng; da rief der liebe blick ins leben uns zuruͤck; von der fuͤnde, von ihrer nacht ſind wir erwacht, erwacht um V Gottes licht zu ſehn.

4.

3. Als wir von der ſünde