— Abend Gebeht am Mitewochen.
156
nnch in derſelben ein wah⸗ res und lebendiges glied ſeyn, daß, wenn ich aus die⸗
ſem leben ſcheiden ſol, i 5
zu dir in den himmel an gehoben werde. Ach va⸗ ter! erhoͤre mich und ge⸗ wehre mich meines gebeh⸗ tes, in dem namen deines ſohnes IEſu, amen.
Abend⸗Gebeht am 8 Mittewochen. Wirſt du mich, IEſul ſelbſt be⸗ b wachen, So darf ich mir nicht ſorge machen. Drum bleibe doch, ich ſchrey zu
V ir, Die nacht und lebenslang bey
mir. 4 Pllerliebreiche⸗ 10. M ſter GOTT, gnaͤdiger himmliſcher va⸗ ter! der du den tag zur arbeit, und die nacht zur ruhe geſchaffen, ich wilmich auch itzo zur ruhe begeben;
aber meine angſt mehret in ſich um ein großes: denn
mein herz und gewiſſen zeiget mir, wie mannigfal⸗
(tig ich durch uͤbereilun nachlaͤſſigkeit, verſäumn
h meiner beſſerung und auf
andere weiſe dich, o du ge⸗
treues vater⸗herz! dieſen
tag erzoͤrnet, und wie ich dannenher in dieſer brechenden finſterni
deinen ſchutz und gnade
verlohrne ſohn, wieder, und
bung. Ach vater! verſtoß
dein gefallenes und ſchwa⸗ ches kind nicht im zorne. Gedenk an dein eigenes wort, ja an deinen ſchwur, daß du nicht begehreſt den tod des ſuͤnders, ſondern daß er ſich bekehre und le⸗ be. Es iſt mir alles leid,
was ich misgehandelt ha⸗
be. Bekehre du mich
ret. geiſt nicht von mir dern leite mich durch den⸗ ſelben, dir ſtets nach dei⸗ nem willen zu dienen und
Ach vater! nim auch dieſe nacht mich, dein kuchlein,
*
unter deine fluͤgel..
das meine/
re nur leib und ſe
4 . pr 8.“ B “
herei 3mehr deinen gerechten zorn, als
verdienet habe. Ich kom⸗ me aber dennoch, als jener
bitte um gnade und verge⸗
HErrl ſo werde ich bekeh Nim deinen heilgen on⸗
immer heiliger zu werden.
5 * 18. 8*. 8 * ah“ 4 4 41 1 8 1 1


