Getroſte Erwartung des Todes. 1529
9. Fliehe denn von meinem Munde, Lebensodem, immer hin! Sinke, Leib, zu deiner Stunde in die Nacht des Gra⸗
hin! Herr! du ſtarbſt, du lebeſt mir; freudig, freudig ſeuß ich dir!
Mel. Ach Herr mich armen ꝛic.
—Al. Die auf d er Erde wallen, die Sterblichen, ſind Staub; ſie bluͤhen auf und fallen, des Todes ſichrer Raub. Verborgen iſt die Stunde, da Gottes Stimme ruft; doch jede, jede Stunde bringt naͤher uns der Gruft. 1.
2. Getroſt gehn Gottes Kinder die
4) ſehn. ernſte, dunkle Bahn, zu der verſtockte
Suͤnder verzweiflungsvoll ſich nahn; wo ſelbſt der freche Spoͤtter, nicht mehr zu ſpotten wagt, vor dir, vor ſeinem Retter, erzittert und verzagt. .Wann dieſe Bahn zu gehen, dein Will einſt mir gebeut; wann nahe vor mir ſtehen Gericht und Ewigkeit; wann meine Kraͤfte beben, und nun das Herz mir bricht: Herr uͤber Tod und Leben o dann verlaß mich nicht! Pppu 4. Hilf


