1328 Getroſte Erwartung des Todes.
4. Hier nicht, dort nur, dort nur
quillen Freuden, ungetruͤbt von Qual, dort nur ſtroͤmt nach deinem Willen, lautre Wonne ohne Zahl. Mich, von Erd' und Suͤnden los, nimmt die Ruh in ihren Schooß.
5. Welches Gluͤck kann hier mich hef⸗ ten an die Erde, an die Zeit? Nein, mit allen meinen Kraͤften ring' ich nach Unſterblichkeit. Was der Weltmenſch nur begehrt, iſt nicht meines Wunſches werth. b 6. Frei von jeglicher Beſchwerde, los⸗ gewunden von der Nacht, flieg' ich uͤber Zeit und Erde, fuͤhl' es ganz: es iſt vollbracht! Ueber Bitten und Verſtehn werd' ich dann begluͤckt mich ſehn. 7. Nie vernommne Preisgeſaͤnge hoͤrt dann mein entzuͤcktes Ohr; zu der Aus⸗ erwaͤhlten Menge tragen Engel mich empor. Selig bin ich dann wie ſie; fliehe Furcht des Todes, flieh'!
8. Bald, o bald iſts uͤberſtanden! ruhig harr' ich, Herr! auf dich. Viele tauſend uͤberwanden; uͤberwinden werd auch ich, wenn du, der du ewig lebſt, ſiegreich mich zu dir erhebſt.
9. Fliehe
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