1320 Heilſame Erinnerung an den Tod.
2. Lebe, wie du, wenn du ſtirbſt, wuͤnſchen wirſt gelebt zu haben. Guͤter, die du hier erwirbſt, Wuͤrden, die dir Menſchen gaben; nichts wird dich im Tod erfreun; dieſe Guͤter ſind nicht dein.
3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ruhiges Gewiſſen, das vor Gott dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod verſuͤßen; dieſes Herz, von Gott erneut, gibt im Tode Freudigkeit.
4. Wenn in deiner letzten Noth Freun⸗ de huͤlflos um dich beben, dann wird uͤber Welt und Tod dich dies reine Herz erheben; dann erſchreckt dich kein Ge⸗ richt; Gott iſt deine Zuverſicht.
5. Daß du dieſes Herz erwirbſt, fuͤrch⸗ te Gott und bet' und wache. Sorge nicht wie fruͤh du ſtirbſt, deine Zeit iſt Gottes Sache. Lern' nicht nur, den Tod nicht ſcheun, lern' auch, ſeiner dich erfreun.
6. Ueberwind' ihn durch Vertraun; ſprich: ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd ihn ſchaun, denn er weckt mich aus dem Staube. Ex, der rief:„es iſt vollbracht!“ nahm dem Tode ſeine Macht.
7. Tritt
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