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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Großherzogtum Hessen
Entstehung
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bringt zum ew'gen Frieden. Weint, Freunde, nicht; denkt: Wiederſehn! Die Todten werden auferſtehn!

4. Belebend ſinkt ein Sonnenſtrahl einſt auf die Gräber nieder; und was hier ſchläft, erwachet dann zum ſchoͤnern Leben wie⸗ der. Im Winter ſtarb die Blume; ſeht, ſie blüht, vom Fruͤhlingshauch um⸗ weht!

5. Und was man hier der Erde gibt, iſt nur des Gei⸗ ſtes Hülle. Unſterblich iſt des Menſchen Geiſt; Ver⸗ nunft und guter Wille er⸗ hebt uns über Welt und Zeit, die Tugend führt zur Seligtei

. Drum kann mein Blick von Todtenfeld zum Himmel ſich erheben; und winkt auch mir das kühle Grab, darf ich nicht ängſtlich beben. Ich pflücke nach vollbrachter Zeit die Blume der Unſterb⸗ lichkeit.

7. Was ihr einſt war't, das bin ich jetzt, ein Pilger hier auf Erden; was ihr, entſchlafne Brüder, ſeid, werd' ich vielleicht bald wer⸗ den. Nun dann; durch's Todesthal eilſt du, mein Geiſt, dem Vaterlande zu!

8. Doch dem nur wird der Uebergang zu jenem Vater⸗ lande ein Weg zum Heil, der muthig hier des Laſters

520 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

Sklavenbande zerriß, der in der Prüfungszeit ſein

Herz der Tugend treu ge⸗

weiht.

9. Auf Gräbern der Ent⸗ ſchlafnen ſei der Tugend Bund auf's Neue verſtegelt; hier gelobe ich der Tugend ew'ge Treue! Ja, heilig ſei mir jede Pflicht, bis einſt mein ſterbend Auge bricht!

Mel. Es iſt das Heil uns

ein Heiland 699 Mi lebt und hat die Macht des Todes ganz bezwungen, und ſieg⸗ reich aus des Grabes Nacht zu Gott ſich aufgeſchwun⸗ gen. Er iſt mein Haupt, ſein Sieg iſt mein. Sein ſoll mein ganzes Leben ſeyn; und ihm will ich auch ſter⸗ ben.

2. Nicht ewig wird, wer dein Wort hält, den Tod, o Jeſu, ſchauen. Das iſt's, was mich zufrieden ſtellt, ſelbſt bei der Gräber Grauen. Ich bin getroſt und unverzagt, weil du den Deinen zugeſagt: Ich leb', und ihr ſollt leben.

3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub; er wird doch wieder leben, und einſt aus der Verweſung Staub ſich neu gebild't erheben. Wann du, o großer Lebens⸗ fürſt, nun deinen Todten ru⸗