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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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b Bon der Beichte.

dern feſt glaube, die Sünden ſeyen dadurch vergeben vor Gott im Himmel. Welche Suͤnden ſoll man denn beichten?

Vor Gott ſoll man ſich aller Sünden ſchuldig geben, rauch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater Unſer thun. Aber vor dem Beichtiger ſollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wiſſen und fühlen im Herzen.

b Welche ſind die! b Da ſiehe deinen Stand an nach den zehn Geboten:

Ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Herr, Frau, Knecht oder Magd ſeyeſt; Ob du ungehorſam, untreu, unfleißig, zornig, unzüchtig, gehäſſig gewe⸗

ſen ſeyeſt? Ob du jemand Leid gethan habeſt, mit Worten oder Werken? Ob du geſtohlen, verſäumet, verwahrloſet, oder ſonſt Schaden gethan habeſt?

Eine Beichte.

Ich, armer Sünder, erkenne in meinem Herzen, und bekenne mit meinem Munde, daß ich nicht allein in Sünden empfangen und geboren, ſondern auch mit böſen Gedanken, Wor⸗

*

Solches nun iſt mir von Gruud meines Herzens leid; habe aber Zuflucht zu ſeiner Gnade und Barmherzigkeit, und bitte ihn demüthig, daß er, Chriſti, ſeines lieben Sohnes und len, mir meine Sünden verzeihen wolle.

Ich will ins künftige, durch die Gnade Gottes und den Beiſtand des heiligen Geiſtes, mein Leben beſſern und frömmer werden. Oder:

Du ſieheſt, o Gott! mein Innerſtes, und weißt, wie mancher Uebertretung deiner heiligen Gebote ich mich ſchuldig gemacht habe. Du ſieheſt aber auch meine herz⸗ liche Beſchämung und Reue darüber, daß ich damit dei⸗

b nem, meines himmliſchen Wohlthäters und Vaters,

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Würdiger, liebe daß ich ein armer diget wider Gott u in allen Geboten( Herzen leid: abe beſſern und mit de

Mit herzlicher 9 Gott! meine vielfältig übertrete macht. Vergib m deinem frrällichen rung; ſtärke mich Hand, damit ich Amen!

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Ein Biſchoff ſe nüchtern, mäßi Haushalter Gotte nicht unehrliche nicht haderhaſtig

ohl vorſtehe, Ehrbarkeit, nicht das gewiß iſt, u