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und Dank dem, der des Todes Macht bezwang und uns, den Staub erhöhte. Der hohe Sie⸗ ger überwand. Nacht war um ihn, und ſie verſchwand in helle Morgenröthe. Bebet! gebet, ſtolze Spötter, un⸗ ſerm Retter Preis und Ehre, glaubt an ihn und ſeine Lehre.
2. Heil uns Triumph! das Grab iſt leer. Feſt ſteht es, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er geſprochen. O ſelig, wer ſich ihm vertraut Er hat den Tempel neu ge⸗ baut, den blinde Wuth gebro⸗ chen. Hölle! fälle nun den Sieger, Gottes Krieger, der erſtanden, macht nun deinen Stolz zu Schanden.
3. Leer iſt die Gruft, die ihn umgab. Sei mir gegrüßt, mein künftig Grab, du Wohnung ernſter Stille. Nur wenig Ta⸗ ge werden's ſeyn, o ſo em⸗ pfangſt du mein Gebein in deiner Schatten Huͤlle. Ewig ſelig werden wieder dieſe Glieder auferſtehen, werden die Verklärung ſehen.
Mel. Es iſt das Heil uns 7 0 6 Mit lautem Schall
frohlocken wir: der Herr iſt aufgefahren! Wir ſind zwar Pilger noch allhier und unter viel Gefah⸗ ren; doch ſinkt drum unſer Muth nicht hin; durch Je⸗ ſum wiſſen wir, wohin uns unſre Wallfahrt führet.
2. Das Leben iſt ans Licht gebracht, uns ſteht der Him⸗
MNachtrag.
mel offen. Ihn ſchloß uns auf mit großer Pracht der Herr, auf den wir hoffen. Wer
glaubt, deß Herz iſt freu⸗
denvoll, nur daß er ſich be⸗
ſtreben ſoll, des Heiland
Pfad zu wandeln.
3. Wer den nicht geht, wird nimmermehr dort ſei⸗ nes Heils genießen. Wer nicht ſein Wort hält, dem wird er den Himmel einſt verſchließen. Wer wuünſcht zum Himmel einzugehn, der laßt in ſeinen Thaten ſehn, ſein Wandel ſei im Himmel.
4. Uns treibt ſein Geiſt daß wir der Welt uns in⸗ mermehr entwöhnen: ſtets ſorgen, was dem Herrn ge⸗ fällt; zu ihm hinauf un ſehnen. Er aber ſieht auf uns herab; von uns luͤßt
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ſeine Treu nicht ab, bi
wir zuſammen kommen.
5. Tag, noch an großem
Freuden reich, wann wirſ du uns erſcheinen? Gon macht uns dort dem Sohne
gleich, und ſtillet Leid und
Weinen. O Wonne, wanß in Ewigkeit uns nun das höchſte Gut erfreut! O Gott, ſchenk uns dieß Leben.
Mel. Nun danket Alle Gott 707 Gelobt ſeiſt du, Gott, fur dei⸗
nes Wortes Lehre! Gib, Va⸗
ter, daß ich ſie mit Andacht flei⸗ ßig höre! O mache doch mein
Herz von Vorurtheilen rein und
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und laß
4. 2 mich y und hi mit fe Verleil kuſt un die We glaubt, Mel.


