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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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488 b Geſinnung und Verhalten des Chriſten

väͤterlich den treuen Gott verlaßner, armer Waiſen: ſo mildre doch, Herr, unſer

Joch, wie du uns ſelbſt

ſo gnadig haſt verheißen.

8. Sei unſer Licht, ſtärk uns zur Pflicht, zur Tugend uns auf allen unſern Wegen! Uns folge, Gott, bis in den Tod, wenn wir fromm ſind, des beſten Vaters Segen!

9. Wir ſchauen hin mit Kindesſinn auf ſeinen Tod, auf ſeines Glaubens Ende! Wir folgen nach; doch wir ſind ſchwach, o reich uns gnädig deine Vaterhände! 10 Gib, Herr, daß wir im Glauben hier getreu und feſt den Pfad der Tugend gehen, damit wir einſt, wann

du erſcheinſt, im beſſern Land

die Aeltern wieder ſehen!

Beim Tode hoffnungs⸗ voller Kinder. Mel. Der unſre Menſchheit

67 6 Fin deinen Him⸗ mel reiften ſie, ach, meinem Wunſch nach viel zu früh, doch, Herr, nach deinem Willen! Wie blutet mein verwundet Herz! Wie kämpf ich wider meinen Schmerz! Was find ich, ihn zu ſtillen? Zwar für den Him⸗ mel reiften ſie; doch meinem Wunſch nach viel zu früh! 1f2. Ach meine Kinder ſind nicht mehr! Mein armes Herz iſt hoffnungsleer und

freudenlos mein Leben! Ich

ſah ſie, wie den Fruhling blühn; dir, dir hofft ich ſie

zu erziehn, Gott, der ſie

mir gegeben! Mein Alter ſollten ſie erfreun, und Troſt mir noch im Tode ſeyn.

3. Da, Ew'ger, ſprachſt du: Gib ſie mir! Ich ſelbſt, ich ſelbſt erzieh ſie dir; ich will ſie hoch erhöhen. Sie werden nicht dein Alter freun, nicht Troſt dir noch im Tode ſeyn: du ſollſt ſie ſterben ſehen. Dein Wille, Herr, mein Gott, geſchah;

ich war es, der ſie ſterben

ſah.

4. Herr, ich verehre dein Gebot, nur laß mich mei⸗ ner Kinder Tod, ach laß mich ihn beweinen! Du, der

du Aller Vater biſt, du

weiſt, wie ſchwer mein Herz mir iſt! Wie könnt ich froh

erſcheinen? Verzeih Gefüh⸗

le der Natur! Nicht mur⸗ ren, weinen will ich nur. 5. Auch meine Thraͤnen preiſen dich! Sie ſind die Zeugen, Gott, daß ich die liebte, die du liebeſt, und nun im Lichte deines Throns,

in der Gemeinſchaft deines

Sohns, in höhrer Tugend übeſt. Herr, meine Seuf⸗ zer danken dir; du, du ver⸗ trauteſt ſie nur mir.

6. Mit Thränen preiſ ich dich auch einſt, wann du zum Weltgericht erſcheinſt;

doch dann mit Freudenthrä⸗

nen! Dann werd ich meine Kinder

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