ſeufzt und weint, da biſt du, großer Menſchenfreund! 3. Laß das Gedächtniß dei⸗ ner Leiden mir Schwachen Troſt und Kraft verleih'n! Laß es die Quelle hoher Freu⸗ den und Vorgefühl des Him⸗ mels ſeyn. Dein Leiden, dein Verſöhnungstod er⸗ quicke mich in meiner Noth! 4. Wohl mir! Ich ſeh den Himmel offen; ich fühle mei⸗ ne Seligkeit; ich kann von dir nun Alles hoffen, der gnä⸗ dig mir die Schuld verzeiht. Umringt mich auch der Lei⸗ ddeen Heer; mein Herz erbangt dapor nicht mehr. 553. Erſcheint der Tod mit ſeinen Schrecken: ich bin getroſt und zage nicht. Wirſt du vom Tode mich erwecken: ich bebe nicht vor dem Ge⸗ richt. O mich erfüllt dein Leib und Blut ſo hier wie dort mit frohem Muth!
Mel. Wer nur den lieben Gott
6 5 4 Dank, Vater, dir,
der mit Erbar⸗ men auf ſeine ſchwachen Kin⸗ der blickt! Wie haſt du, o mein Gott, mich Armen durch dieſes heil'ge Mahl er⸗ quickt! Du biſt die Liebe, wandelſt Noth in Segen und in Heil den Tod.
2. Nun laß mich ſterben oder leben, Herr, wie du willſt; ich folge gern; von Schmerz gequält, mit Angſt umgeben, freut meine Seele
476 Geſinnung und Verhalten des Chriſten
ſich des Herrn. Ich bin er⸗ löſt; drum ſchreckt mich nicht des Grabes Nacht, nicht das Gericht.
3. Und kommt ſie dann,
die ernſte Stunde, die mich entreißt: Wohl mir! ich ſteh mit dir im Bunde, ein frohes Ur, theil hofft mein Geiſt. Dein bin ich, dein, und ew'ges Heil iſt deiner Auserwahl⸗
dem Irdiſchen
ten Theil.
Fürbitte fuͤr Kranke
und Leidende. Mel. Befiehl du deine Wege
6 5 5 BWamherzigen er⸗
höre der Liebe heißes Flehen! Laß, den(die) wir innig lieben, bald deine Huͤlfe ſehn! Er liegt und ringt und duldet, gequält von vielem Schmerz; wir ſehn ihn an und weinen. wie blutet unſer Herz!
2. Du pflanzteſt ja dem Menſchen des Mitleids Trie⸗ be ein; wie ſollteſt du nicht Helfer, du nicht Erbarme ſeyn? Wir würden gern ihn retten, doch ach, wir ſind zu ſchwach. Thu, Vater, thu, was keiner von uns füͤr ihn vermag.
3. Sieh, deine Kinder fle⸗ hen für dieſen Kranken dich. Gieß Balſam in die Wunde und hilf ihm vaterlich! Olaß des Leidens Stunden bald, bald vorüber gehn! Doch
nicht
richt, f dein Wil . 4. Re des Tode te ſchon! Mitte de Thron; und füh dunkle; ihm, En letzte O
Mel. A
ſeyn. 2 Stunden Herz ge Gebete


