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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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428 Geſinnung und Verhalten des Chriſten

3. Von ihm kommt jede Gabe: das Leben, das ich habe, die Ruhe dieſer Nacht. Er iſt der Quell der Güter, mein Schutz und treuer Hü⸗ ter, der, wenn ich ſchlumm' re, fuͤr mich wacht.

4. Er läßt es finſter wer⸗ den und hüllt den Kreis der Erden in ſchwarze Dunkel⸗ heit; doch auch in dunkler Stille wohnt er mit ſeiner Düra und zeigt mir ſeine

Herrlichkeit. b

5. Er führt aus dunkler Ferne den Mond und tauſend Sterne mit Majeſtät her⸗ auf. Sie leuchten, ihm zur Ehre, hoch uͤber Erd' und Meere, und ſeine Hand lenkt ihren Lauf.

6. Groß, wenn der Mor⸗ gen grauet: groß, wenn der Abend thauet; groß in der ſtillen Nacht, im Sonnen⸗ ſchein und Sturme, am Menſchen und am Wurme, groß, Vater! zeigſt du dei⸗ ne Macht.

7. Voll Majeſtat und Stäaͤrke ſtehn lauter Wun⸗ derwerke in deiner Schö⸗ pfung da. Wie kann ich dirs vergelten? Du Gott und Herr der Welten warſt auch mir Armen heute nah. 8. Woher mein Glück, mein Leben? Du haſt es mir gegeben; du biſt's, der für mich wacht. Woher auf mei⸗

nen Wegen ſo mancher rei⸗

che Segen? Du biſt's, der

All swohlgemacht.

9. Gott, groß von Macht und Treue, jetzt da ich dein mich freue, wird auch die Nacht mir Licht. Leg' ich die müden Glieder in deinem Namen nieder: ſo wacheſt du; ich ſorge nicht.

10. Soll mir der Schlaf zum Leben erneute Kräfte geben: ſo will ich deß mich freun. Soll er mein Leben enden, ſo wirſt du mich vol⸗ lenden, mein Gott auch noch im Tode ſeyn.

Mel. O Gott, du frommer Gott

er Tag iſt wie⸗ 574 D der hin. und dieſen Theil des Lebens, wie hab ich ihn vollbracht? Ent⸗ floh er mir vergebens? Hab' ich mit allem Ernſt dem Gu⸗ ten nachgeſtrebt? Hab' ich vielleicht nur mir, nicht mei⸗ ner Pflicht gelebt?

2. War's in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefan⸗ gen? Mit Dank und mit Gebet, mit eifrigem Ver⸗ langen, als ein Geſchöpf von Gott, mich ſeinem Dienſt zu weihn, gerecht und zu ſeyn?

3. Hab ich in dem Beruf, den Gott mir angewieſen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, meinen Gott, geprieſen, mir und der Welt genützt

Gottes Freund

und züchtig und

und

und jehe weil ilnd weil mich

4 Wie mein eig Hat mich Blick ar Erfreuti der unſ Und hab auf ihn!

5. D nuß der an den den wir Verehrt' Empfand Trugich den Un⸗

6. 1 Herz d Stunder Freundſ ich, wa War au ſanft, unſchulde nichts ge reuen ſol

7. Ha durch So