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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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daß mich deine Kraft belebe! Hilf mir wachen, kämpfen, ſiegen! Friede lohnet nach den Kriegen.

Mel. Wer nur den lieben Gott

5 03 Wem⸗ ich ein gut

Gewiſſen ha⸗ be, ſo hab ich große Selig keit; es iſt des Himmels be⸗ ſte Gabe, das höchſte Glück in dieſer Zeit: in Freud' und Leiden gibt es hier die wah⸗ re Ruh' der Seele mir.

2. Ich bebe nicht, wann Sünder beben, daß Gott gerecht und heilig iſt. Mein Herz gibt Zeugniß meinem Leben, daß ich gewandelt als ein Chriſt; des göttlichen Berufes werth, der mich im Himmel wandeln lehrt.

3. Getroſt wag ich's, vor Gott zu treten, und ihn voll Glaubensfreudigkeit als meinen Vater anzubeten, der, wmas ich habe, mir verleiht,

und jedem Heil und Segen gibt, der ihn von Grund des Herzens liebt.

4. Mit Muth trag ich des Lebens Leiden; ſie ſind ein herber Augenblick; doch des Gewiſſens innre Freuden ſind ſüßer als der Erde Glück: und was kann höhern Troſt verleihn, als ohne Schuld im Leiden ſeyn!

5. Die Freudigkeit in mei⸗ nem Herzen verbreitet ſich auf mein Geſicht: ſie iſt mein Labſal in den Schmerzen, und

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Gluckſeligkeit wahrer Chriſten.

in der Finſterniß mein Licht. Sie macht getroſt, wann ei⸗ ne Welt erzittert und in Trümmern faͤllt.

6. Der bangen Todes⸗ furcht entwöhnet, eil ich der letzten Stunde zu, dem Lei⸗ be, der nach Raſt ſich ſeh⸗ net, zeigt ſich im Grabe ſanf⸗ te Ruh', indem mein Geiſt, der Gott gelebt, zu ſeinem Urſprung ſich erhebt.

7. Und droht mir ja noch ein'ge Suͤnde, mein Hei⸗ land gibt mir Troſt und Muth; ich weiß, daß ich ſtets Ruhe finde in der Ver⸗ ſohnung durch ſein Blut: er, der für mich gebüßet hat, tilgt alle meine Miſſethat.

8. O Seele! darum ſei be⸗ fliſſen, daß Frömmigkeit und Heiligkeit dir immerdar ein gut Gewiſſen und Glaubens⸗ zuverſicht verleiht. Und du, mein Gott, regiere mich! Denn, o was könnt' ich ohne dich!

Mel. Herzliebſter Jeſu! 50 h rden wird, o 2+ b Gott , die Wonne der Erlöͤſten nach die⸗ ſes Lebens kurzem Kampfe tröſten? Wen ſchmuückt im Himmel einſt vor deinem Throne des Mittlers Krone?

2. Wer heilig wird; wer, abgewandt vom Böſen, ſich von der Sünde Herrſchaft laßt erlöſen; wer an den Sohn glaubt, ſeinen

Herrn ihn

ihn nennet, net;

3. Wer d unter Adam breitet, ſſe de Günder riit, mit ei ben dich zu

4. Wer, gewiſſenhaft Menſchen all der liebet, n nicht tankt, blähet, und ke

5. Per und doch mit Mitled füt deinen Kinde

Nuhm und ſelbſt reich, die Nackten ohne Wüche den Gaben, J. Per; danken, keut wer ſeines T übethehet, in gütig und be in Leiden;

Nel. Mein

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