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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
Entstehung
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blühet ewig ſchön; drum laßt des Lebens Pfad uns gehn, geleitet von der Tu⸗ gend.

2. O, was ſind Schäͤtze, was iſt Geld? Und wären's Millionen. Was ſind die Reiche dieſer Welt? Was aller Reiche Kronen? Wer gäbe fuͤr der Welt Gewinn des Herzens innern Frieden hin? Hinweg mit Trug und Lügen!

3. Ach! Alles, was die Welt verleiht, enteilt, als hätt' es Flügel; ein enger Sarg, ein Todenkleid und ein bemooſter Hugel iſt hier des Menſchen letztes Loos; fürwahr! drum iſt der Menſch zu groß, für Welt⸗ gewinn zu lügen.

4. Wir ſind nicht blos für dieſe Zeit Gefaͤhrten, Freund' und Brüder; im Reiche der

Vollkommenheit begegnen wir uns wieder. Drum auf! bis Herz und Auge bricht, entweihet Recht und Treue nicht; hinweg mit Trug und Lügen!

5. Es winde ſich der Treue Band um jedes Reich der Er⸗ de; die Treue ſchütze jedes Land, und wohn' an jedem Heerde; o Menſchen, Brü⸗ der, brechet nicht, was Wort und Hand und Schwur ver⸗ ſpricht! Hinweg mit jeder Lüge!

6. Hinauf, hinauf zur

Ewigkeit, o blickt gen Him⸗

Pflichten gegen den Naͤchſten.

mel, Bruͤder! Im Reiche der Vollkommenheit begeg⸗ nen wir uns wieder. Der Weg der Pflicht, der Wahr⸗ heit Bahn leit uns zum ſchö⸗ nen Ziel hinan, und fern ſei Lüg' und Laſter.

Mel, Werde munter, mein /A Ab wir ſind, wie 49 5 wir erſcheinen, ob wir reden recht und wahr, wie wir denken, wie wir's meinen, iſt dir, Höchſter, offenbar. Heilig, liebevoll und rein ſoll des Menſchen Innres ſeyn, und du wägſt an jedem Orte jedes Men⸗ ſchen Herz und Worte.

2. Herr, du gabeſt uns die Sprache; was uns deine Huld verleiht, werde dir, der guten Sache und dem Menſchenwohl geweiht! Un⸗ ſer Ja und unſer Nein möge feſt und redlich ſeyn! Wir ſind deines Reiches Glieder, deine Kinder; wir ſind Brüder.

Mel. Schwing dich auf, zu

49 6 Relichkeit mit

dir im Bund auf der Erde wandeln; red⸗ lich ſeyn mit Herz und Mund, nach Gewiſſen handeln; ſon⸗ der Trug und Heuchelei Recht und Waͤhrheit lieben, und entfernt von Menſchen⸗ ſcheu, Recht und Wahrheit üben:

2. Dieſer ſchönen Tugend⸗

pflicht

Wahthafti

fütt ſi me Redlichbis n redlih wil ic went die I nolic ohne was auch de Gott die Na

3. Finſte Lch Mite gen. Oſt b doch licht n borgen. We thu, erſpät Lichtz; und entgeht ſeine

4. Meine ſter Rahm u dern, und genthum ſe dern. Wer zen iingt, und Plage nur bringt Tage,

5. Zwa Böſewicht, t velli und nicht Titeie nie aus d gen, ihnen ſen ſie de gen.

6. Nen und Gut; ſmeren: Munh, J zen, Rad und Tat viſſen laß bendpfud ſen;