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Allgemeines evangelisches Gesangbuch für das Grossherzogthum Hessen
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ſeyn, wo Brüder weinen; unſer Mitleid tröſte ſie, daß, wenn wir zu dir uns nahen, wir auch Troſt und Hülf' empfahen!

Sanftmuth, Friedlich⸗ keit und Eintracht.

In eigener Melodie.

(a) Foxott, der du 488 G die Men⸗ ſchen liebeſt, der du nicht ein ſtrenges Recht, ſondern lau⸗ ter Gnade übeſt an dem ſün⸗ digen Geſchlecht: laß mich dei⸗ nen Geiſt beleben, daß ich, Vater, als dein Kind lieb⸗ reich ſei, wie du, geſinnt! Herr, du wollſt den Sinn mir geben, der bei Fehlern

Nachſicht zeigt, und mit Sanftmuth ſpricht und ſchweigt.

2. Laß mich meines Näch⸗ ſten ſchonen, ihm erleichtern ſeine Laſt: und ſo lang ich hier ſoll wohnen, bleibe Zankſucht mir verhaßt. Denn das iſt, o Gott, dein Wille;

Fried und Eintracht liebeſt du: o ſo hilf auch mir dazu! Gib ein Herz mir, das die Stille und den Frieden ſucht und liebt, das, ſtatt Rache, Sanftmuth übt!

3. O wie wird das Herz beſchweret durch des Zornes Leidenſchaft! Zwietracht, Zorn und Haß verzehret ſelbſt des Stärkſten Lebenskraft;

kürzt den Lauf von unſern

Pflichten gegen den Naͤchſten.

Jahren, macht zum Himmel ungeſchickt. Herr, der auf mich Schwachen blickt, ach, du wolleſt mich bewahren, daß des Jähzorns Raſerei nie des Herzens Meiſter ſei!

4. Wer mir flucht, den will ich ſegnen, ſo wie mein Erlöſer that, will dem nach⸗ ſichtsvoll begegnen, der zum Streiten Neigung hat; fuͤr die Feinde will ich beten, und vor dich, du Friedens⸗ fürſt, wenn du Menſchen richten wirſt, ausgeſöhnt mit ihnen, treten. Gott des Friedens, ſtärke du mich mit deiner Kraft dazu!

5. Ewig Heil iſt dem be⸗ ſchieden, der nach frommer Eintracht ſtrebt! Höchſter, gib mir deinen Frieden, der zur Sanftmuth uns erhebt. Er regiere Herz und Sinnen; denn, wenn er das Herz re⸗ giert, wird, was zu der Zwie⸗ tracht führt, niemals Ueber⸗ macht gewinnen: bis einſt in der Herrlichkeit ew'ger Frie⸗ de uns erfreut.

Mel. Beſiehl du deine Wege

(b) ach frommer 488 R Eintracht ſtreben, mit Allen in der Welt, iſt's möglich, friedlich leben, dieß iſt's, was Gott ge⸗ faͤllt. Doch dem nur kann's gelingen, der ſeinen Näch⸗

ſten liebt, ſich ſelbſt weiß zu

bezwingen, Beleidigung ver⸗ gibt. 2. Nach

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V Sanf

2 Nachg. lig, des Feind, zeigt ſelig, ert Freund. E zu meiden, der krankt, beſcheiden, lich denkt.

3 Goo gen, ſo eile nit lughei ſtifit Einig eilung Sünd ſein herz, ſicht finden Unmuths C

4. Nieſ der, ſo vie und zuͤrne der, wem hitzt. Er Frelden, nicht, und ſcheiden, w derſtiht .). So Fr

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