360 Pflichten gegen den Naͤchſten.
rer Freud' und Schmerz An⸗ theil nehm' und gern das übe, was der Liebe Pflicht begehrt, wie ſie uns dein Sohn erklärt.
8. Dieſem großen Men⸗ ſchenfreund laßt uns Alle ähnlich werden, daß wir, hier mit ihm vereint, nach vollbrachtem Lauf auf Erden, dort verklaͤrt, auf ewig ſein, ſeiner Lieb' uns ganz erfreun!
In eigener Melodie.
479 Menſchenfreund,
nach deinem Bilde, bilde ſich mein ganzer Sinn! Deine Sanftmuth, deine Milde neig auch mich zur Güte hin! Unwerth wär' ich, dich zu kennen, liebt' ich meine Brüder nicht; un⸗ werth, mich nach dir zu nen⸗ nen, wich ich von der Liebe Pflicht!
2. Wo du, Jeſu! Men⸗ ſchen nahteſt, folgte Wohl⸗ thun deiner Spur; wo du, ſegnend Gutes thateſt, in den Hütten, auf der Flur, an dem Lager kranker Brü⸗ der, wo du je nur hinge⸗ blickt, kehrte Freud' und Hoffnung wieder, und die Menſchheit ward erquickt.
3. Menſchenfreundlichſter von Allen, keinen haſt du je verſchmäht. Wer verirrt war und gefallen, wer um Troſt zu dir gefleht, hat für alle ſeine Wunden, Herr, in deiner treuen Hand Rettung,
Heil und Troſt gefunden, Huͤlfe, wie er nirgends fand.
4. Brüder, kommt in meine Arme, wer da leidet, ruhe hier! Wenn ich ſein mich nicht erbarme, wende ſich mein Gott von mir! Ohne Liebe iſt kein Leben; liebend nur gleich ich dem Herrn; ſein Verſchonen, ſein Ver⸗ geben, o mein Herz, ſtets ub' es gern!
5. Ob mich auch mein Nächſter kraͤnket; Jeſus, denk ich, litt wohl mehr. Ob er Böſes von mir denket: beſſer will ich ſeyn, als er. Wenn mir jemand Gram bereitet: irrt vielleicht nur ſein Verſtand, und ich reich' ihm, wenn er gleitet, den⸗ noch liebreich meine Hand.
6. Nimmer ſoll mein Herz ermüden, reiner Liebe ſich zu weihn! O es ſchafft ſo ſüßen Frieden, wohlzuthun und zu erfreun! Wer nach Dank und Lohn nur ringet, hat ſchon ſeinen Lohn dahin: wen das Herz zur Liebe dringet, aͤrntet dauernden Gewinn.
7. Zwar der Wehmuth Zähr' entfließet dem, der reiche Saat geſtreut, wenn der Hoffnung Feld nicht ſprießet, oder wenig Frucht ihm beut; doch des Segens ſeiner Gute freut er einſt ſich, wär's auch ſpaät; endlich,
Heil uns! ſteigt zur Blüthe,
was die Liebe ausgeſa't. Mel
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